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Robuste US-Wirtschaft

Freitag, 12. April 2024 um 08:47

Von Thomas Grüner
Seit Monaten wird in den Schlagzeilen auf die offensichtliche Diskrepanz zwischen der robusten US-Wirtschaft und der skeptischen Stimmung ihr gegenüber hingewiesen. Selbst als die Rezessionsängste schwanden und das BIP in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres anstieg, blieb der Eindruck bestehen, dass die Expansion auf wackligen Beinen steht. Es gibt jedoch eine Fülle von Daten, die das Gegenteil beweisen.

Die am Karfreitag veröffentlichten persönlichen Konsumausgaben für Februar zeigten ein solides Wachstum der inflationsbereinigten US-Verbraucherausgaben, die 69 Prozent des BIP ausmachen. Eine Steigerung von 0,4 Prozent im Februar bedeutete einen neuen Höchststand, dabei stiegen die Dienstleistungsausgaben mit 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat so dynamisch an wie seit dem Juli 2021 nicht mehr.

Realität übertrifft Erwartungen

Während der inflationsbereinigte Güterkonsum im vergangenen Jahr langsam anstieg, liegt er immer noch leicht unter dem Höchststand von 2021, als die Ausgaben für Güter auf Kosten der Dienstleistungen in die Höhe schnellten. Dass sie in etwa auf dem Niveau des Spitzenwertes der Warenkäufe von 2021 liegen, ist unseres Erachtens jedoch keine kleine Leistung. Es zeigt, dass sich die Nachfrage nach Sachgütern von selbst auf das vor drei Jahren durch die Pandemie erreichte Konsumniveau erholt hat. Im Großen und Ganzen zeigt das anhaltende Wachstum der Konsumausgaben unserer Meinung nach, dass es den US-Haushalten – dem Rückgrat der Wirtschaft – trotz der ständigen Sorgen um die Verschuldung der Verbraucher und die schwache Sparquote gut geht. Der Ausgabenwert ist zwar kein Konjunkturfaktor – diese Ehre kommt den Unternehmensinvestitionen zu – , aber er zeigt, dass die Realität die Erwartungen in weiten Teilen der US-Wirtschaft übertrifft.

In Verbindung mit den Unternehmensinvestitionen, die allmählich von der Zurückhaltung zu einer offensiveren Haltung übergehen, sehen wir die Möglichkeit, dass sich die Stimmung weiter erwärmt und die verbesserten Aussichten widerspiegelt. So haben beispielsweise die Investitionen in „Produkte des geistigen Eigentums“ (Software, Forschung & Entwicklung und digitale Medien) in diesem Zyklus die Investitionsausgaben für neue Anlagen und Ausrüstungen bei weitem übertroffen.

Jegliches Wachstum ist gut für Aktien

Für die Anleger bedeutet dies unserer Meinung nach ein anhaltendes Wachstum, das sie mehr zu schätzen wissen werden. Eine Möglichkeit, dies zu erkennen, ist das GDPNow der Atlanta Fed, eine Art „Live-Berechnung“ für das US-BIP. Wenn man alles zusammenrechnet, kommt GDPNow auf ein annualisiertes BIP-Wachstum von 2,5 Prozent für das erste Quartal. Das wäre zwar langsamer als das annualisierte Wachstum von 3,4 Prozent für das vierte Quartal 2023, wird aber wahrscheinlich durch die saisonalen Anpassungen verzerrt, die sich auf die Daten für Januar auswirken. Aber selbst ein langsameres Wachstum ist für Aktien immer noch gut, denn je länger es anhält, desto mehr kann es Pessimisten umstimmen und den Bullenmarkt beflügeln.

Fazit: Obwohl sich die Stimmung in letzter Zeit aufgehellt hat, glauben wir nicht, dass sie die Realität schon eingeholt hat. Weiterhin werden Daten skeptisch interpretiert, was sich beispielsweise am unangebrachten Fokus auf das verarbeitende Gewerbe ablesen lässt, oder geradezu besessen auf das Thema Zinssenkungen gepocht wird. Die vor uns liegende Mauer der Sorgen scheint immer noch groß zu sein, so dass trotz des aufkeimenden Optimismus noch viel Raum für positive Überraschungen bleibt.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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