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Echt? Völkerrecht?

Donnerstag, 27. April 2023 um 08:10

Von Bernd Niquet

Kann man heute eigentlich noch Nachrichten schauen? Ja, denn man muss sich doch informieren. Aber nein, denn dann läuft man in viel zu viele Voreingenommenheiten hinein.

Existiert heute überhaupt noch eine objektive Berichterstattung? Ich denke nein. Deswegen muss man sich eben vielfältige Quellen erschließen und sich dann ein eigenes Urteil zutrauen.

Gerade war beispielsweise Roger Köppel von den Zürcher Weltwoche in Moskau. Ich halte ihn für einen sehr integren Mann, doch in manchem auch für grenzwertig. Trotzdem ist es beinahe unfassbar interessant, von ihm die blinden Flecken unserer in Hinsicht auf Russland ans Totalitäre grenzende Medienlandschaft aufgezeigt zu bekommen.

Und wer hat nun Recht? Beide nicht, denke ich. Die Wahrheit liegt mit Sicherheit irgendwo dazwischen. Wahrscheinlich gibt es sogar für ein und die selbe Sache gleich mehrere Wahrheiten.

Doch es gibt in unserer Welt Dinge, die sieht man nicht. Oder die sieht der eine, der andere hingegen nicht.

Das Völkerrecht ist zum Beispiel so ein komisches Ding. Das ist wie ein Reh im Wald, manchmal sieht man es, die meiste Zeit hingegen nicht.

Nun komme ich jedoch nicht so wie unsere Außenministerin aus dem Völkerrecht und tue mich daher damit etwas schwer. Aber trotzdem. Das, was manche so lapidar als Krieg in der Ukraine bezeichnen, heißt ja korrekt: völkerrechtswidriger Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Und das ist ja auch ganz richtig so. Schließlich hat man dasselbe damals ja auch beim Krieg der USA und ihrer Koalition der Willigen gegen den Irak gesagt. Der völkerrechtswidrige Krieg der USA… oder verwechsle ich da etwas?

Hat da jemand geschossen, obwohl er das Reh gar nicht gesehen hat? Das Leid hat jedoch mindestens das Niveau der Ukraine erreicht, oder?

Und ich habe noch etwas. Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, nicht mit Roger Waters bei seinen Konzerten in Deutschland auf der Bühne stehen zu dürfen und keinen Nobelpreis für Literatur verliehen bekomme, was ist eigentlich mit dem, was Israel macht?

Wenn mich jemand mit Raketen angreift, würde ich mich auch verteidigen. Doch wenn ich dabei ein fremdes Land angreife, was ist das dann eigentlich? Ich komme wie gesagt nicht wie unsere Außenministerin vom Völkerrecht, doch ich halte wenigstens auch nicht völlig die Klappe.

Oft denke ich auch an die Kurden, die Armeniern und Jesiden. In der Liga der meisten erlittenen Völkermorde belegen sie die Champions League Plätze. Doch da es keine Pendants gibt, gibt es auch keine teuer bezahlten Spiele.

Und was ist hier mit dem Völkerrecht? Bei Völkern ohne Land gilt das wohl nicht. Und nach der Neuen Sprache gibt es ja wohl auch gar keine Völker mehr. Denn Völker sind rassistisch und für den Begriff Volk gilt das natürlich auch.

In englischen Universitäten wird heute sogar geraten, das Wort mankind nicht mehr zu benutzen. Und mir fällt noch so viel anderes ein: Können wir es uns noch leisten, weiter Mannschaftssport zu betreiben? Und müsste die Stadt Mannheim nicht umbenannt werden? Wer will schließlich heute noch in einem Heim leben?

Es sind nicht nur verwirrende, sondern vor allem verwirrte Zeiten, in denen wir augenblicklich leben, denke ich. Die letzten Tage der Menschheit entstanden allerdings bereits zwischen 1915 und 1922.

Und dagegen geht es uns heute doch gold. Und dem Gold auch. Die 2.000er in den 2.000ern, das ist doch ein klarer Wink. Vielleicht sogar die letzte Rettung.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. ACHTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2022, 632 Seiten, 23,50 Euro

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Kann man eigentlich durch einen Wohnungsumzug jünger werden? Vielleicht. Und gibt es so etwas wie einen Sinn des eigenen Lebens? Oder Dinge, die die Seele noch vor dem Tod zu erledigen hat? Schon schwieriger. Dabei hatte Goethe doch bereits den Chor der Engel singen lassen, dass derjenige, der sich immer strebend bemüht, erlöst werden kann. Die wichtigste Frage im Leben lautet dann aber wohl doch, was denn nun erfolgreicher weiterhilft, die eigene Intuition oder wissenschaftliche Erkenntnisse?

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am letzten grünen Zipfel der Failed Stadt Berlin. Die vorangegangenen sieben Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019, 2020 und 2021.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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