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Was kann uns jetzt noch retten?

Donnerstag, 29. Februar 2024 um 08:12

Von Bernd Niquet

Ich habe in meinem Leben schon viele Krisen, Strukturbrüche und Umdenkprozesse erlebt. Und ich habe immer Vertrauen in unseren Staat gehabt. Er war die ganze Zeit über Vater Staat, diese Metapher trifft es wirklich.

So war das bei den Studentenunruhen, den Anschlägen der RAF-Terroristen, den Ölkrisen und dem Prozess der Deutschen Einheit, wo ja niemand so genau wusste, wie so etwas läuft. Selbst bei 9/11 und den ganzen Kriegen der USA galt das noch.

Heute jedoch, vor allem wenn ich mir diese Frauen in der Regierung anschaue, habe ich das Gefühl, sie wollen mich bei ihrem vermeintlichen Verteidigen der Demokratie ins Jenseits befördern. Ins Jenseits dieser Demokratie.

Es ist ein Gefühl, wie als Kind bezichtigt worden zu sein, etwas Böses getan zu haben und jetzt hinter einem Busch zu sitzen und zu hoffen, nicht entdeckt zu werden.

Da gibt es dann nur zwei Dinge, die man denken kann: leise sein zu müssen und zu wissen, dass einem niemand zu Hilfe kommen kann und will.

So fühlt sich für mich die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2024 an. Doch das sind ja nur Gefühle. Angst machen mir hingegen die Fakten. Und da grübele ich über Folgendes:

Wenn der Bundespräsident große Teile des Volkes beschimpft und der Kanzler alle Bürger wissentlich belügt, was kann man dagegen eigentlich machen? Früher gab es das nämlich nicht, früher waren Politiker zumindest nach außen hin Ehrenmänner.

Ja, was kann man tun? Da die Bundesregierung der Staatsanwaltschaft gegenüber weisungsbefugt ist, wird sicherlich keine Klage von einem Bürger gegen einen Politiker eine Chance haben. Denn da wird es dann heißen: Njet protsedura, keine Verfahrenskii.

Und was kann man tun, wenn die Demokratie bewusst zerstört werden soll? Außer mitzumarschieren wie 1933 natürlich? Der AfD beitreten und dann das Konto gesperrt bekommen?

Ich glaube, die einzige Hoffnung kann nur noch das Bundesverfassungsgericht sein. Doch ist dieses Gericht nicht ein Essen, das die Bundesregierung bei den vielen Treffen miteinander immer als Abendessen verspeist hat?

Es gibt allerdings auch dort noch ein kleines gallisches Dorf, das Widerstand leistet. Ich denke jedoch, das gilt nur für Gesetze, da wird der Bürger noch beschützt. Doch ansonsten: Njet protsedura, keine Verfahrenskii.

Denn welchen Schutz gibt es im Alltagsleben, wenn der Zugang zur Justiz zugemauert ist? Nutzt dann deren Unabhängigkeit noch etwas? Und vor allem, was nützt ein Urteil in ein paar Jahren, wenn mir jetzt gerade jemand die Pistole auf die Brust setzen würde?

Und was ist mit unserer Presse, die heute wieder wie zu Metternichs Zeiten faktisch Organe des Staatsapparates sind? Und wohin mit den ganzen Lügen, die jetzt über den Ukrainekonflikt herauskommen?

Wohin damit, dass wir jetzt wissen, was man uns die ganze Zeit über verschwiegen hat, nämlich dass die Amerikaner dort bereits seit zehn Jahren einen Schattenkrieg gegen Russland führen und jeden Frieden torpedieren?

Ich sage es jetzt mal ganz persönlich: Ich habe mein ganzes Leben lang an die Werte des Westens geglaubt, auch bei den völkerrechtswidrigen Kriegen der USA noch. Und sogar als Ursula von der Leyen ihr Amt bei der EU angetreten hat.

Heute muss ich mir selbst jedoch zugeben, dass die ganzen Werte des Westens für mich nichts anderes sind als ein Scheißhaufen. Der sich durch nichts von den Scheißhaufen der anderen großen Nationen dieser Welt unterscheidet.

Nur dass es dort nicht so nette Modepüppchen als Außendarstellerinnen gibt, die in ihren Wildlederstiefelettchen über die Kriegstrümmer hopsen.

Wie hatte doch Gottfried Benn so schön gesagt: „Erkenne die Lage. Rechne mit deinen Defekten und gehe von deinen Beständen aus, nicht von deinen Parolen.“

Doch Gottfried Benn ist ja ein Nazi, genauso wie ich. Doch wie geht das eigentlich, wo ich doch elf Jahre nach dem Krieg und dem Verbot der NSDAP geboren wurde? Doch egal. Mit Gas heizen darf ich ja trotzdem. Noch.

Und jetzt sage ich ihnen doch, wo für mich die einzige Hoffnung in der gegenwärtigen verfahrenen Lage an allen Fronten besteht. Achtung, Meinung! GG Art. 5 (1)! Genauso wie bei den Werten des Westens. Also njet protsedura, kein Verfahrenskii.

Meine Hoffnung für die Zukunft besteht darin, dass ich Wladimir Putin für einen weitaus verantwortungsbewussteren Menschen halte als die gesamte NATO und alle westlichen Führer zusammen. Hätte er sich genauso verhalten wie die Menschlinge (Peoploids), die ich heute im Diesseits beobachte und deren Taten ich gerade rekonstruiere, hätten wir längst den Dritten Weltkrieg. Und dann wäre alles andere ein Nichts.

Spasiba, Mister!

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. NEUNTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2023, 648 Seiten, 23,50 Euro

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Eigentlich war ich vollkommen sicher, dass jetzt die Zeit dieser ganzen Auseinandersetzungen hinter mir lag. Deswegen hatte ich auch extra meine Mietrechtschutzversicherung gekündigt.

Dann habe ich aber doch einmal in die Betriebskostenabrechnung hineingeschaut und musste unwillkürlich rechnen. 29.220 Euro im Jahr 2018 für die Reinigung der Treppen und Flure, das sind 93 Euro pro Haus pro Woche. Ich würde das jeweils in zehn Minuten schaffen, doch selbst wenn die ungelernte Hilfskraft zwanzig Minuten braucht, sind das 279 Euro Stundenlohn, den die Leiharbeitsfirma dafür einfährt.

Wer dabei nicht an Sizilien denkt, kann eigentlich nicht mehr voll bei Verstand sein. Doch genau das traf ja zu. Wo war ich hier nur hineingeraten?

Dem stand allerdings auf der Habenseite entgegen, dass ich höchstwahrscheinlich der einzige Mensch in unserem Land bin, dessen Leben durch die Corona-Pandemie nicht negativ tangiert wurde.

Und wenn diese Leute hier mich dann auch noch gut finden würden, dann hätte ich wirklich etwas falsch gemacht in meinem Leben.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt immer noch am letzten grünen Zipfel der Failed Stadt Berlin. Die ersten acht Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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