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Wie sowas von sowas kommt

Donnerstag, 8. Februar 2018 um 13:34

Von Bernd Niquet

Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle die Tragik bedauert, wie unfassbar es eigentlich ist, dass sich unsere westlichen Nationalstaaten trotz der wirtschaftlich besten Phase aller Zeiten finanziell ruinieren, da erlebe ich nun in dieser Woche genau das sofort noch einmal live.

Ein Ausgabenwettlauf, 45 Milliarden Euro, wer verplant sie als Erster? Die SPD hat gewonnen und die CDU gibt es fortan gar nicht mehr. Nur diese kleine dickliche Frau mit dem komischen Hosenanzug marschiert noch durch die Kulissen.

Investitionen sind natürlich immer gut. Vor allem in Bildung. Doch ist das, so wie es bei uns geschieht, nicht eher Konsum? Dass man jetzt auf die Idee kommt, Schulen sanieren zu müssen, ist, als würde man einen Krebstoten auf dem Friedhof ausbuddeln, um an ihm die neueste Kreation der Pharmaindustrie auszuprobieren.

Noch besser ist es nur, die Stimmen der Rentner zu kaufen. Das war schon bei Adenauer ein Erfolgsrezept, dann bei Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Es ist ja auch schön und wunderbar, wenn es vielen Menschen besser geht.

Ich sehe gerade auf DVD die italienische Mafia-Serie „Gomorrha“. Da läuft es mit dem Stimmenkauf auch nicht anders. Und warum das? Um die eigenen Projekte durchzusetzen und besser Drogen verticken zu können.

Der Staat hat sich in die Manövrierunfähigkeit hineingewirtschaftet. Doch dann plötzlich der warme Regen. 45 Milliarden gibt es zu verteilen. Da wird man doch wohl noch einmal eine Koalition hinkriegen. Schafft man ja auch.

Entlarvend ist die Denke dahinter, exemplarisch geäußert von der SPD-Mitverhandlerin Manuela Schwesig. Es müsse dabei etwas Gutes für die Bürger herauskommen. Und damit meint sie, Geld, das eigentlich gar nicht da ist und vielleicht auch gar nicht kommt, zu verteilen.

Das sind die Drogen außerhalb von Neapel. Doch die Postensicherung läuft ab wie dort. Und ein Wort ist kein Wort.

Manchmal muss ich jetzt an Pompei denken. Da kam die Lava so schnell wie bei einem Flash-Crash. Da sind die Leute mitten in der Badewanne überrascht worden.

Der Unterschied zu uns heute ist nur, dass wir für die nachkommenden Generationen nichts mehr übrig lassen. Da wird es nichts zu besichtigen geben.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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