Die Rente ist seit Jahren das allseits bewegende Thema. Eine Säule der finanziellen Altersabsicherung soll die betriebliche Altersversorgung sein. Doch noch ist gerade dieser Bereich für viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Buch mit sieben Siegeln. Instock sprach darüber mit dem Bankkaufmann Christof Harnau.
Instock:
Betriebliche Altersvorsorge ist ein immer wichtigeres Thema. Rennen Ihnen die Unternehmer die sprichwörtliche Bude ein?
Christof Harnau:
Leider ist dem noch nicht so, ob wohl es dringend geboten ist.
Instock:
Warum?
Harnau:
Weil auf Unternehmerseite Handlungsbedarf besteht. Noch immer wissen viele Unternehmer oder Manager nicht, dass Sie verpflichtet sind, ihre Belegschaft individuell über die betriebliche Altersversorgung zu informieren. Durch aktuelle Urteile der Arbeitsgerichte drohen den Unternehmen, die nicht entsprechend handeln, teiweise dramatische Schadensersatzansprüche. Schätzungen zufolge betrifft dies mehr als 80 Prozent der Firmen.
Instock:
Viele Unternehmen lassen sich von Steuerberatern zu diesen Themen beraten, reicht das nicht aus?
Harnau:
Aufgrund unserer Erfahrung leider nein. Ohne diesem Berufsstand zu nahe treten zu wollen, haben wir die Erfahrung gemacht, dass die meisten zwar die Gesetze kennen, diese aber oftmals falsch interpretiert beziehungsweise ausgelegt werden. Bei Steuerprüfungen durch die Finanzbehörden führt das häufig zu hohen Steuerrückforderungen.
Instock:
Neben rechtlichen Konsequenzen, wo liegen für die Unternehmen bei der betrieblichen Altersvorsorge die Vorteile?
Harnau:
Wer das Thema bAV gut umsetzt, bindet vor allem Mitarbeiter an sein Unternehmen, da diese diesen Teil ihrer Altersvorsorge gefördert bekommen.
Instock:
Wie sieht es finanziell für die Unternehmen aus?
Harnau:
Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, liegen die Vorteile einer betrieblichen Altersvorsorge für das Unternehmen darin, ohne zusätzliche Investitionen die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen und wichtige Mitarbeiter zu halten. Darüber hinaus können auf diesem Weg die Lohnnebenkosten gesenkt werden.
Instock:
Was passiert, wenn Sie von einem Unternehmen gerufen werden?
Harnau:
Wir informieren zuerst über die Notwendigkeit und die spezifischen Merkmale der betrieblichen Altersvorsorge, geben Tipps zu den Durchführungswegen und den Gesellschaften und analysieren die konkrete Situation vor Ort. Übrigens, wir können nicht nur von den Unternehmen, sondern auch von den Mitarbeitern angesprochen werden.
Instock:
Die Unternehmen haben alle Kontakte zu Versicherungen, die auch Produkte zur betrieblichen Altersvorsorge anbieten. Warum sollen sich Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer an einen Makler wie Sie wenden?
Harnau:
Versicherer und ähnliche Unternehmen bieten in der Regel nur eigene Produkte an. Ich arbeite mit einem großen unabhängigen Finanzdienstleister, der seit 1984 am Markt tätig ist, zusammen. Dieser Finanzdienstleister verfügt über Spezialistenteams zur Überprüfung des jeweiligen Marktsegmentes und kann so die jeweils passenden Produkte für das jeweilige Unternehmen heraus filtern. Darüber hinaus lagern die Unternehmen das Haftungsrisiko an Makler aus. Das bedeutet, dass der Unternehmer nach einer Beratung durch einen Makler keine Schadensersatzansprüche befürchten muß, da dieser für seine Empfehlungen haftet. Die Lösungen bleiben damit produkt- und gesellschaftsneutral.
Instock:
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei der Wahl des Produkts zur betrieblichen Altersvorsorge?
Harnau:
Sofern die Analyse des Ist-Zustandes Handlungsbedarf im Unternehmen ergibt, wird ein Vortrag vor der Belegschaft organisiert. Im Anschluss daran wird mit interessierten Mitarbeitern Einzelgespräche geführt und danach die Ergebnisse haftungssicher dokumentiert. Letztendlich hat der Arbeitgeber so weder Aufwand noch irgendein Risiko, erhöht sogar noch seinen Gewinn und hat Schutz vor rechtlichen Konsequenzen.
Haben wir Ihr Interesse an dem Thema betriebliche Altersversorgung geweckt? Möchten Sie weitere Informationen? Möchten Sie eine Beratung? Eine kurze Mail genügt...









