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Ein leicht ungutes Gefühl

Donnerstag, 25. Januar 2018 um 13:08

Von Bernd Niquet

Mit großem Interesse verfolge ich derzeit die Themen beim World Economic Forum in Davos. Am besten hat mir bisher die Einschätzung einer Reporterin gefallen, in diesem Jahr wären die Politiker und Wirtschaftsführer dort zusammengekommen, weil sie spürten, dass mit unserem Wirtschaftssystem etwas nicht zu stimmen scheine.

Das ist zwar keine große Erkenntnis, weil das ja eigentlich jeder heute mit Händen greifen kann. Trotzdem.

Im Grunde genommen haben wir es hier mit der gleichen Situation wie in der Klimafrage zu tun: Denn das, was gegenwärtig passiert, ist prinzipiell nichts Außerordentliches. Das hat es alles schon gegeben. Erstaunlich und angsteinflößend ist nur die Geschwindigkeit, mit der es passiert.

Technische Revolutionen, Reichtum und Verarmung ganzer Schichten sind historisch nicht ohne Beispiel. Was mir jedoch auffällt, ist, dass früher wohl sämtliche Umbrüche durch rigorose Erdrutsche vonstatten gegangen sind, die alle Menschen brutal mitgerissen haben.

Heute hingegen leben die meisten Menschen auf der Welt in besseren Umständen als je zuvor. Wir in den westlichen Industrieländern auf jeden Fall. Da ist nur so ein komisches Gefühl, das sich immer weiter ausbreitet.

Ein Mann aus meiner Bank hat das neulich in Hinsicht auf die Finanzmärkte gut auf den Punkt gebracht und gesagt: Es gibt derzeit tatsächlich keine Alternative zu den Aktien, so dass sie wohl weiter steigen werden. Doch irgendwann werden wir morgens aufwachen und dann ist plötzlich alles anders.

Ich bin allerdings der Meinung, dass dieses Gefühl noch weit mehr umspannt. Mir fällt das in immer mehr Kontexten auf. Einerseits werden die Möglichkeiten für jeden Einzelnen immer größer, andererseits denken die ersten Staaten daran, ein Ministerium gegen die Einsamkeit einzurichten.

Durch die große Kommerzialisierung gibt es heute zu kaufen, woran früher nicht einmal gedacht wurde. Doch es ist eben heute auch alles mit dem Zahlen von Geld verbunden. Und dominierten früher im Wirtschaftsleben Begriffe wie Treue und Zugehörigkeit, so regiert heute die ständige Veränderung.

Heute steht nicht der besser da, der treu und zuverlässig ist, sondern derjenige, der am cleversten von einem zum anderen Nachfrager oder Anbieter wechselt. Und wenn ich mich nicht irre, dann gilt das nicht nur für die Wirtschaft, sondern für die Gesellschaft ganz allgemein, für alle Beziehungen in ihr.

Die Turbulenz, die so erzeugt wird, ist deutlich zu spüren. Doch werden wir uns daran die Finger verbrennen oder sogar mehr?

Ein Glück, dass das bisher nur ein Gefühl ist.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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