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Geht der Kursrutsch weiter?

Mittwoch, 23. Juli 2014 um 09:19

Von Stefan Böhm
Die geopolitischen Unsicherheiten halten die Börsen derzeit im Griff. Für die Weltwirtschaft besonders bedenklich wäre es, wenn die Sanktionen gegenüber Russland zunehmen und für beide Seiten zu wirklich schmerzhaften Einschnitten führen. Unsicherheit ist jedenfalls Gift für die Börsen und auch für den Dax ging es zu Wochenbeginn erst einmal nach unten, der Index fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai.

Die internationalen Krisen haben zwar das eigentliche Top-Thema an den Börsen – die Veröffentlichung der Unternehmensergebnisse für das zweite Quartal – etwas in den Hintergrund gerückt, aber die Zahlen werden in dieser Woche dennoch die Kurse bewegen. Drei Viertel der US-Unternehmen, die bisher Zahlen vorlegten, haben die Erwartungen übertroffen. Am vergangenen Freitag schoss das Schwergewicht Google nach oben und zog den gesamten Markt mit. Doch gerade die Anleger an der Wall Street sind nervös, denn seit Anfang Februar gab es keine nennenswerte Korrektur mehr. In Europa sieht dies anders aus: Im Gegensatz zum S&P 500 verzeichnen der EuroStoxx 50 und auch der Dax seit Jahresbeginn keine Kursgewinne. Beide Indizes bewegen sich im Grunde seitwärts.

US-Riesen können Markt bewegen

Die Chancen stehen unseres Erachtens gut, dass auch der Rest der Quartalssaison positiv verläuft. Zumindest werden die Unternehmensergebnisse vermutlich keine Argumente für die Bären liefern. Die bräuchte es aber, damit es zu einer weiteren Korrektur kommt. Gegenwärtig fallen die Kurse in erster Linie, weil sich die Käufer zurückhalten, von Verkaufspanik sind wir noch weit entfernt. Und das wird auch so bleiben, wenn die Zahlen der Unternehmen im Schnitt gut ausfallen. In dieser Woche werden jeden Tag eine Fülle von Quartalsberichten veröffentlicht, darunter Apple, Coca-Cola, McDonald's, Microsoft, General Motors, Amazon und viele andere US-Riesen. Aber auch aus Europa berichten einige Börsenschwergewichte wie GlaxoSmithKline, LVMH und Unilever.

In Deutschland kommt die Quartalssaison ebenfalls in Gang. Nach SAP in der vergangenen Woche werden mit Daimler und BASF zwei weitere Dax-Schwergewichte Zahlen vorlegen. Dazu kommen die Deutsche Börse und einige Unternehmen aus der zweiten Reihe. Im Moment herrscht trotz der guten SAP-Zahlen noch Skepsis vor. So gaben zu Wochenbeginn die Commerzbank wegen eines Rüffels der Bafin und die Deutsche Post wegen einer Herabstufung durch Analysten deutlich nach. Neben den Quartalszahlen der Unternehmen könnten aber auch die Konjunkturdaten die Börsen bewegen – vorausgesetzt die Aufregung um die Ukraine-Krise legt sich wieder etwas. Aus den USA kommen zwar einige interessante Zahlen, vor allem zum Immobilienmarkt, aber noch mehr könnten in dieser Woche die Konjunkturindikatoren aus Europa in den Blickpunkt rücken.

Ifo-Index mit weiterem Rückgang?

So gibt es am Donnerstag die Vorab-Schätzung zu den Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, Frankreich und die Eurozone insgesamt. Es wird mit einem leichten Rückgang gerechnet. Gleiches gilt für das INSEE-Geschäftsklima für Frankreich am Dienstag und das Verbrauchervertrauen für Italien am Donnerstag. Am Freitag wird dann das Ifo-Geschäftsklima, der wichtigste deutsche Konjunkturindikator veröffentlicht, auch hier wird sowohl für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch für die Erwartungen ein leichter Rückgang erwartet. Besonders die Erwartungen korrigierten zuletzt, während sich die Einschätzung der aktuellen Lage auf hohem Niveau behauptete. Bislang stellen die leicht schwächeren Stimmungsindikatoren die Erholung in Europa aber nicht in Frage.

Fazit: Der Dax steht aktuell etwa auf dem gleichen Niveau wie zu Jahresbeginn. Eine stärkere Korrektur ist zwar möglich, vor allem dann, wenn die geopolitische Lage eskalieren sollte. Im Moment rechnen wir damit aber nicht. Das weltwirtschaftliche Umfeld gibt dagegen weiterhin Anlass für vorsichtigen Optimismus. Darüber hinaus bleibt es dabei: Die Quartalszahlen der Unternehmen werden über den Kursverlauf in den nächsten Monaten entscheiden. Wir rechnen beim Dax mit einer anhaltenden Seitwärtsbewegung.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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