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Geht die Dax-Rallye weiter?

Montag, 2. Juni 2014 um 08:30

Von Stefan Böhm
Noch hat der Dax die 10.000 Punkte-Marke nicht geknackt. Dass die Börsenrallye damit vorbei ist, heißt das aber noch lange nicht. Spätestens am Donnerstag, wenn der EZB-Rat wieder tagt, könnte neuer Schwung in den Markt kommen. Was die Akteure an den Finanzmärkten erwarten, zeigt der deutliche Rückgang beim Euro: Eine weitere spürbare Lockerung der Geldpolitik – in welcher Form auch immer.

Geldpolitik kann nur Zeit kaufen

Für die Aktienmärkte wäre eine weitere Zinssenkung kurzfristig ein kurstreibender Faktor. Zur Lösung der Probleme in den Ländern der Eurozone könnte sie freilich nicht beitragen. In Frankreich wird die Untätigkeit von Präsident Hollande das Land noch tiefer in die Krise treiben. Nur wenn Paris das Ruder radikal herumwirft, scheint es möglich, das Land wieder flott zu machen. Die Agenda 2010 von Gerhard Schröder wirkt dagegen wie ein Kindergeburtstag. Doch François Hollande hat den Schuss scheinbar immer noch nicht gehört und die konservative Opposition im Land löst sich gerade selbst auf. Schlechte Voraussetzungen für Frankreich. In Italien, wo der mit großen Hoffnungen angetretene Matteo Renzi einen überraschend großen Wahlerfolg feierte, könnte die Medizin der EZB dagegen helfen. Voraussetzung ist allerdings, dass es Renzi in der von der EZB gekauften Zeit wirklich gelingt, alte Blockaden aufzubrechen und das Land umzukrempeln. Auch ohne Zeitdruck wäre diese Aufgabe schon groß genug.

Wachstumssorgen bleiben

Dazu kommt, dass tiefgreifende Reformen erst langfristig ihre Wirkungen entfalten. Wenn es denn Reformen geben sollte, bleiben uns die Wachstumssorgen dennoch für eine gewisse Zeit erhalten. Wenigstens aus Spanien kommen derzeit gute Nachrichten. Das spanische BIP stieg im ersten Quartal um 0,4 Prozent zum dritten Mal in Folge. Auch beim Konsum gibt es positive Signale. Für einen Abbau der hohen Arbeitslosigkeit ist das Wachstum aber noch zu gering. Immerhin: Spanien hat laut einer Studie der HSH Nordbank Frankreich als Nummer zwei im europäischen Automobilbau abgelöst. Ein Hoffnungssignal für Spanien, aber ein massives Krisensignal für Frankreich.

Fazit: Die Blicke richten sich immer stärker auf die EZB. Die jedoch kann die Krise nicht lösen. Für Aktien bleibt das Umfeld trotzdem erst einmal positiv, schon alleine wegen der Liquiditätsschwemme und fehlender Anlagealternativen. Auch ein Angriff auf die 10.000 Punkte-Marke bleibt somit auf der Tagesordnung. Für Rätselraten sorgte dagegen eine Crash-Warnung der EZB, nachdem viele Ratsmitglieder zuvor eine weitere Lockerung der Geldpolitik andeuteten. Wir bleiben optimistisch für Aktien, allerdings mit der gebotenen Vorsicht.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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