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Hält die Unterstützung bei 9.000 Punkten?

Mittwoch, 5. Februar 2014 um 09:22

Von Stefan Böhm
Die Wall Street verzeichnete den schwächsten Januar seit 2009 und auch der Dax startete schlecht in das neue Jahr. Doch Rückschlüsse lassen sich daraus eigentlich kaum ziehen: 2009 und 2010 gab es für den Dax ebenfalls ein Minus im Januar, am Jahresende stand jedoch ein deutliches Plus. 2011 war es genau umgekehrt. Allerdings setzte sich auch Anfang Februar der Börsenrückgang wegen eines überraschend schwachen ISM-Index aus den USA fort.

Schwache Quartalszahlen drücken Kurse

Die Aktienmärkte kamen in den vergangenen Wochen von zwei Seiten unter Beschuss: Zum einen grassiert die Furcht vor einer Eskalation der Krise in den Schwellenländern, zum anderen gab es bei den Quartalszahlen der US-Unternehmen ungewöhnlich viele Enttäuschungen. Börsengrößen wie Apple, Amazon und General Electric stürzten regelrecht ab. Wenn nicht die aktuellen Zahlen unter den Erwartungen blieben, dann enttäuschten die Ausblicke. Inzwischen notieren 160 der 500 Unternehmen aus dem S&P 500-Index unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt – das gab es im ganzen Jahr 2013 nicht. Auch die ersten Quartalsberichte von Dax-Unternehmen oder anderen europäischen Konzernen enttäuschten eher. In dieser Woche könnten aber Daimler und HeidelbergCement mit ihren Quartalsberichten die Stimmung zum Positiven wenden. Allerdings ist zu befürchten, dass sich gerade die Vorstände der deutschen Industrieunternehmen bei ihren Ausblicken zurückhaltend zeigen, denn die Lage in den wichtigen Schwellenländern ist so unsicher wie lange nicht mehr.

Stärkere Korrektur oder nur Atemholen?

Doch wie geht es nun weiter? Einige Börsenexperten rechnen mit einem Rückschlag um insgesamt 10 Prozent, das wäre die stärkste Korrektur seit 2011. Andere sehen im aktuellen Kursrückgang nur eine Erholungspause. Auch wir rechnen nach den bisherigen Kursverlusten nicht mit einer weiteren heftigen Korrektur. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass die Abwärtsbewegung eine Eigendynamik erhält, wenn es weitere negative Meldungen gibt. Relativ sicher sind aber folgende Punkte: 1. Die Konjunktur in Europa und den USA gewinnt 2014 an Schwung. 2. Die Geldpolitik in den Industrieländern bleibt extrem expansiv. 3. Die Unternehmensgewinne wachsen – die Frage ist nur wie stark. Alle drei Faktoren stützen die Aktienmärkte. Sicher ist aber auch, dass die Anleger stärker differenzieren als 2013, als die meisten Aktien zulegten. Enttäuschende Zahlen werden auf der einen Seite hart abgestraft, auf der anderen Seite bleiben Aktien mit einem soliden Gewinnwachstum gefragt.

Neben den zahlreichen weiteren Quartalszahlen aus Europa und den USA wird in dieser Woche auch eine Fülle an Konjunkturdaten veröffentlicht. Die europäischen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe lagen jedenfalls über den Erwartungen, besonders Spanien überraschte wieder positiv – allerdings liegt die Wirtschaft auch am Boden. Aus deutscher Sicht darf man vor allem auf die Zahlen zu den Auftragseingängen und zur Industrieproduktion am Donnerstag und Freitag gespannt sein – nach dem starken November wird im Dezember nur ein moderater Anstieg erwartet.

EZB-Sitzung und US-Arbeitsmarktdaten

Doch im Blickpunkt der Aktienmärkte werden zwei andere Ereignisse stehen: Die EZB-Sitzung am Donnerstag und die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Bei den Bechäftigtenzahlen in den USA wird nach dem schwachen Dezember wieder mit einem Zuwachs im Schnitt der vergangenen Monate gerechnet – alles andere wäre eine arge Enttäuschung. Von der EZB erwarten manche Experten angesichts der niedrigen Inflationsrate eine weitere Zinssenkung. Die Mehrheit rechnet aber nicht damit und auch wir denken, dass die EZB ihr Pulver vorerst trocken hält.

Fazit: Mal ehrlich: Im Herbst 2013 haben die meisten die Marke von 10.000 Punkten im Dax bestenfalls als ambitioniertes Kursziel für Ende 2014 angesehen – auch wir. Nun wurde dieses Niveau im Januar schon fast erreicht. Der aktuelle Rückschlag, auch wenn er noch weiter gehen sollte, gefährdet daher die mittelfristig positiven Aussichten nicht. Es zeigt sich, dass die Kurse einfach zu weit vorausgelaufen waren. Jetzt gilt: Solange sich die Märkte nicht beruhigt haben, bleiben wir mit neuen Positionierungen vorsichtig.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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