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Ist der Aktienmarkt überbewertet?

Mittwoch, 15. Januar 2014 um 14:52

Von Stefan Böhm
Die Lobbyarbeit der europäischen Banken war erfolgreich: Die neuen Kapitalstandards nach Basel III werden auch in Europa den US-Bilanzierungsregeln angepasst. Das heißt: Derivate blähen die Bilanz weniger auf. In Europa hilft dies vor allem der Deutschen Bank, die nun deutlich weniger Eigenkapital benötigt, entsprechend schoss der Aktienkurs auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr nach oben. Insgesamt starteten die Börsen aber verhalten in die neue Woche, man wartet auf Impulse durch positive Zahlen von der Konjunktur oder aus den Unternehmen.

Ob diese Impulse von den Quartalszahlen aus den USA kommen, ist ungewiss. In dieser Woche legen erst einmal vor allem zahlreiche Banken ihre Daten vor. Mit General Electric und Intel stehen aber am Donnerstag und Freitag auch die Zahlen von zwei Unternehmen an, die als Indikator für die Konjunkturlage gelten können, in den USA und auch international. Bei den Konjunkturdaten kommen möglicherweise gerade aus Europa positive Impulse, denn die Zahlen zur Industrieproduktion am Dienstag dürften die Konjunkturerholung in der Eurozone bestätigen.

Analysen sind mit Vorsicht zu genießen

Zu Jahresbeginn mehren sich die Stimmen, speziell in den USA, die vor einer Korrektur am Aktienmarkt warnen. Das scheint naheliegend, denn der Kursanstieg von 30 Prozent im vergangenen Jahr wird sich 2014 kaum ungebremst fortsetzen lassen. Doch muss es deshalb gleich eine Korrektur geben oder ist nur eine Abflachung des Aufwärtstrends zu erwarten? Wie immer hängt die Einschätzung der Börsenexperten und Fondsmanager davon ab, ob sie derzeit investiert sind oder nicht. Wer bereits 2013 voll auf Aktien gesetzt hat, wird jetzt nicht mit einer Korrektur rechnen und das schon gar nicht öffentlich propagieren. Wer dagegen von der Stärke der Rallye im letzten Jahr überrascht wurde – und das sind viele – wird nun auf eine Korrektur hoffen, um günstiger einsteigen zu können. So der so sind die Analysen zwangsläufig von Zweckoptimismus geprägt.

Klar ist, dass die Bewertungen am Aktienmarkt kräftig gestiegen sind, sowohl im historischen Vergleich als auch relativ zu Rentenpapieren. So ist die Differenz zwischen Aktienmarkt-Rendite (Gewinn der Unternehmen geteilt durch den Börsenkurs) und Anleiherendite 2013 deutlich gesunken. Nach dem so genannten "Fed Model" spricht dies für eine geringere Attraktivität von Aktien. Doch das "Fed Model" ist umstritten und hat auch in der Vergangenheit nur manchmal die richtigen Prognosen gestellt. Viel entscheidender ist daher unseres Erachtens die Frage, wo die meisten Anleger 2014 die höchsten Renditen erwarten und wie sie das allgemeine Kapitalmarktrisiko einschätzen. Und beide Faktoren sprechen weiterhin für Aktien, denn 2014 sollen den Prognosen zufolge die Unternehmensgewinne in den USA fast doppelt so stark steigen wie 2013 und angesichts der robusten Konjunktur ist das allgemeine Kapitalmarktrisiko gering.

Fazit: Auch wenn die relative Attraktivität von Aktien wegen der höheren Bewertung sowohl in den USA als auch in Deutschland gesunken ist, wird weiterhin Kapital an die Börse strömen. Es gibt nach den Jahren der Krise immer noch einen Nachholbedarf. Mit einer massiven Korrektur rechnen wir daher nicht, denn bei einem Kursrückgang wäre es nur eine Frage der Zeit ist, wann günstigere Kurse zum Einstieg genutzt würden. Kurzfristig hängt es in erster Linie von den Quartalszahlen ab, wie es am Aktienmarkt weitergeht.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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