(Instock) Lediglich am vergangenen Montag schloß der TecDax in der Verlustzone. Im Wochenvergleich legte der Index 27 Zähler zu. Schlußstand: 772 Punkte. Q-Cells (0,35 Euro) hat sich mit den wichtigsten Gläubigern seiner 2012, 2014 und 2015 fällig werdenden Wandelanleihen auf einen Schulden- und Kapitalschnitt geeinigt. Nach Abschluß der Finanzrestrukturierung werden die Inhaber der Anleihen zusammen mindestens 95 Prozent aller von Q-Cells ausgegebenen Aktien besitzen, teilte der angeschlagene Solarzellenhersteller mit. Der beabsichtigte Schulden- und Kapitalschnitt bedarf allerdings noch der mehrheitlichen Zustimmung von Gläubigern und Aktionären. Trotz der drohenden Enteignung der Anteilseigner sprang der Kurs sprang daraufhin 40 Prozent in die Höhe, um tags darauf wieder deutlich nachzugeben. Zunächst soll am 9. März eine außerordentliche Hauptversammlung aufgrund des vollständigen Verlustes des Eigenkapitals stattfinden. Im vergangenen Jahr vervielfachte Gigaset (3,14 Euro) den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3 auf 54 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie soll 36 Cents erreicht haben. 2010 war noch ein Verlust von 3,45 Euro je Aktie entstanden. Der Umsatz schrumpfte im Zuge des Verkaufs von Beteiligungen von 1 Milliarde auf 521 Millionen Euro. Wirecard (13,84 Euro) erhöhte das EBITDA im vierten Quartal von 20,6 auf 26 Millionen Euro. Der Umsatz zog übernahmebedingt von 76,9 auf 92,3 Millionen Euro an. Im Gesamtjahr stieg das EBITDA von 73,3 auf 84,6 Millionen Euro, der Umsatz von 271,6 auf 324,7 Millionen Euro. Mitte November hatte Wirecard 83 bis 89 Millionen Euro EBITDA prognostiziert. 2012 will der Anbieter elektronischer Zahlungsabwicklungen operativ 103 bis 115 Millionen Euro verdienen.
Im vierten Quartal verlor Qiagen (12,18 Euro) 790.000 US-Dollar. Der den Aktionären zurechenbare Verlust erreichte 378.000 Dollar. In der Vorjahresperiode verdiente der niederländische Laborausrüster 36,3 Millionen Dollar. Vor Steuern brach das Ergebnis von plus 45,4 auf minus 22,1 Millionen Dollar ein. Der Umsatz stieg von 286,0 auf 334,4 Millionen Dollar. Gleichzeitig ließ der angekündigte Konzernumbau die Ausgaben von 138,2 auf 221,3 Millionen Dollar explodieren. 2012 soll der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie von 0,98 (2010: 0,93) auf 1,03 bis 1,05 Dollar steigen. 2011 erhöhte Jenoptik (5,38 Euro) den Gewinn vor Zinsen und Steuer (EBIT) nach ersten Berechnungen von 29 auf rund 48 Millionen Euro. Der Umsatz legte von 478,8 auf etwa 540 Millionen Euro zu. Die Vorjahreswerte sind aufgrund des Verkaufs der Weltraumsparte im Oktober 2010 entsprechend angepaßt. Im November hatte der Thüringer Technologiekonzern seine EBIT-Prognose von 40 auf 44 Millionen Euro angehoben. Der Umsatz sollte 525 Millionen Euro erreichen. Für 2012 prognostiziert Jenoptik ein leichtes Umsatzplus sowie 40 bis 50 Millionen Euro EBIT. IT-Dienstleister Bechtle (28,25 Euro) steigerte den Vorsteuergewinn (EBT) im vierten Quartal nach ersten Berechnungen von 24,6 auf 26,2 Millionen Euro. Der Umsatz zog von 566 auf rund 585 Millionen Euro an. Die Aktie überquerte daraufhin die bei etwa 28,10 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Am Donnerstag knackte Nordex (5,28 Euro) den Widerstand bei etwa 5 Euro. Singulus (3,12 Euro) näherte sich der bei etwa 3,20 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie. Ob diese überwunden werden kann, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Zahlen will offiziell niemand vorlegen – das wollten Bechtle, Gigaset und Wirecard allerdings auch nicht.
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