Von Bernd Niquet
Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. Schaue ich in das Fernsehprogramm hinein, sehe ich nur Zweierlei: Entweder Herz und Schmerz und Happy End – oder Berichte über die Apokalypse.
Ich hatte gedacht, für mich sei das alles nichts, doch dann gerate ich in den phantastischen Film HOME hinein, Bilder von der Erde von oben. Wie wir Menschen sie „bearbeitet“ haben.
Und ich muss gestehen, dadurch zum ersten Mal einen Einblick in unsere Klimathematik bekommen zu haben. Bisher habe ich das Gerede von der Klimakatastrophe für Unsinn gehalten, da ich wusste, dass alle unsere Modelle das Klima nicht adäquat abbilden können. Es gibt halt kein Weltmodell.
Doch wenn ich so wie in diesem Film langsam über die Erde fliege, bekomme ich schon einen Eindruck. Und plötzlich habe ich das unveränderbare Gefühl, meinen Augen trauen zu sollen. Ich fühle, dass das, was wir Menschen machen, gefährlich ist. Meine Intuition sagt mir das ganz deutlich.
Und ich denke: Sollten wir nicht der Wissenschaft viel kritischer gegenübertreten und viel mehr auf unsere Intuition trauen? Meine Antwort auf diese Frage ist klar. Ich weiß, wie etwas aussieht, wenn etwas ganz ist. Und ich weiß auch, wie es aussieht, wenn es kaputt ist.
Ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass man diese Auffassung als naiv bezeichnen kann. Ich weiß. Da kommen dann die Naturwissenschaftler, lachen sich schief und sagen: Was für ein Idiot, nur seinen Augen zu trauen.
Und ich würde ich antworten: Was für Idioten, nicht ihren Augen zu trauen!
Ganz ähnlich geht es mir auch in der Welt der Finanzen. Da hat die EZB die atemberaubende Summe von beinahe 500 Milliarden Euro an die Geschäftsbanken ausgeliehen, weil sie hofft, diese damit zu bewegen, es in Staatsanleihen zu investieren und an die Wirtschaft auszuleihen.
Natürlich kenne ich unser zweistufiges Bankensystem, kenne alle die Fachdiskussionen, institutionellen Gegebenheiten und Sachzwänge.
Doch warum nicht auch hier der Intuition trauen? Der Intuition trauen und einfach sagen: Warum nicht nur die Hälfte des Geldes nehmen und es der Wirtschaft direkt zur Verfügung stellen und damit selbst Staatsanleihen kaufen?
Wäre das nicht langsam wirklich einen Gedanken wert?
Liebe Leser, ich wünsche Ihnen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2012!
Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.
***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!
BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.
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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.









