23.10.2018 - 06:51 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter & Facebook

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

Dubai 1000 Hotel-Fonds: Bald Geld zurück?

Freitag, 11. November 2011 um 13:11

(KWAG) Nach den jüngsten Entscheidungen des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm unter den Aktenzeichen I-8 U 51/11; I-8 U 55/11; I-8 U 71/11 und I-8 U 72/11 haben nunmehr knapp 1.000 Investoren in den „Dubai 1000 Hotel-Fonds“ berechtigte Aussichten, zumindest einen Teil ihrer Vermögensverluste erstattet zu bekommen. 

Nach den Urteilen des OLG Hamm müssen die Gründungsgesellschafter des Geschlossenen Immobilienfonds für die Vermögensschäden der beiden Kläger haften. Konkret ging es um Beteiligungen in Höhe von 10.500 Euro und 25.000 Euro. Die positiven Entscheidungen erstritten hat die auf Investorenschutz spezialisierte KWAG – Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht.

Das Oberlandesgericht Hamm beschäftigte sich zunächst mit zwei von rund 50 Schadenersatzklagen von Investoren in den „Dubai 1000 Hotel-Fonds. Alles in allem „geht es hier um einen Betrag von weit mehr als eine Million Euro“, sagt Rechtsanwalt Lutz Tiedemann von der KWAG. Und fügt hinzu: „Nach diesen positiven Entscheidungen haben nun alle Anleger die Möglichkeit, ihr Geld vollständig oder wenigstens zum Teil zurückzuholen.“ In den Fonds hatten seit dem Jahr 2005 nahezu 1.000 Anleger rund 25 Millionen Euro investiert.

Zur Erinnerung: Zweck des Geschlossenen Immobilienfonds „Dubai 1000 Hotel-Fondsgesellschaft“ waren der Erwerb eines Grundstücks in Dubai, die Errichtung eines 1000 Betten-Hotels sowie dessen Vermietung. Doch „das eingeworbene Kapital wurde letztlich in der Wüste vergraben“, sagt Tiedemann. Denn die Bauarbeiten endeten bereits nach Ausschachtung einer Grube und der Erstellung einer Fundamentplatte. Das Beteiligungsprojekt, bei dem Investoren überdurchschnittliche Renditen versprochen wurden, „scheiterte grandios. Die Investoren haben ihren Einsatz verloren, von den versprochenen Gewinnen ganz zu schweigen“, beklagt Tiedemann.

Ausschlaggebend für die positive Entscheidung des OLG Hamm war, dass die Gründungsgesellschafter des Fonds nachweislich sachlich nicht richtig und nicht vollständig über die mit der Investition verbundenen Risiken aufgeklärt hatten. „Dies konnten wir im Verfahren anhand der falschen und unvollständigen Verkaufsprospekte nachweisen“, sagt Tiedemann. Besonders pikant war überdies die Position der Mittelverwendungskontrolleurin – einer Rechtsanwältin, die mittlerweile mit dem Fondsinitiator und Fondsgeschäftsführer Georg Recker verheiratet ist und mit ihm gemeinsame Kinder hat. Bereits damals, so das OLG Hamm, seien beide miteinander liiert gewesen. Folge: „Investoren wurde so eine vermeintliche Sicherheit vorgegaukelt, die es tatsächlich aufgrund der persönlichen Bindung zwischen der Treuhänderin und dem Fondsinitiator nie gegeben hat“, erläutert Tiedemann.

Fondsinitiator Georg Recker wird seit rund drei Jahren per internationalem Haftbefehl gesucht. Er soll sich in Dubai aufhalten. Das Rechtshilfeersuchen der deutschen Behörde hatte bisher keinen erkennbaren Erfolg. Grund ist vor allem, dass zwischen dem Emirat und der Bundesrepublik Deutschland kein Auslieferungsabkommen existiert.

Für Rechtsanwalt Tiedemann „haben unsere Mandanten die größte Hürde genommen.“ Die beiden Kläger hätten nun die berechtigte Aussicht, sich ihr Geld bei den Gründungsgesellschaftern der Fondsbeteiligung zurückzuholen. Vergleichbares gilt bei den weiteren knapp 50 weiteren anhängigen Fällen.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

Lesen Sie auch folgende Artikel:

Mißverständliche Risikokategorien
Beratungsfehler Klumpenrisiko
Klage gegen Standard & Poor’s zulässig
Rechtsprechung zu Kick-backs ausgeweitet
Totalverlust droht
Durchbruch im Lehman-Verfahren
Deutsche Bank stimmt Riesenrad-Vergleich zu
Apo-Bank muß Schadensersatz leisten
Offene Immobilienfonds - Wochen der Wahrheit
Steuernachzahlungen drohen
Prospektübergabe an Lebensgefährten
Grundsatzentscheidung zur Anlegerentschädigung
Premium Management Immobilien-Anlagen
Medico Fonds Nr. 37: Große Verunsicherung
Morgan Stanley P2 Value wird aufgelöst
Liquidation des Degi Europa
DG-Fonds-Anleger müssen handeln
Chancen für Späterwerber von Lehman-Zertifikaten
Bankhaus Löbbecke verurteilt
Medienfonds Macron: Klage abgewiesen
Anleger darf Angaben des Beraters vertrauen
MLP: Oberlandesgericht ordnet Bilanz-Prüfung an
Musterverfahren gegen Conergy
Fehler in Widerrufsbelehrungen von Medienfonds
Neue Hoffnung für Medienfonds-Anleger
Schadensersatz wegen "Kick-back"-Zahlungen
VIP 4 Medienfonds-Verfahren vor Abschluß
Wankende Schiffsfonds
Dresdner Bank wegen Lehman-Zertifikate verurteilt
Medienfonds: Steuernachzahlungen drohen
Informationen für Zertifikate-Geschädigte
BGH: Rückvergütung muß immer offengelegt werden
Schadensersatzpflicht von Aktionären
Vergleichsangebote von Sparkassen

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2018 by instock.de | Mediadaten | Impressum | Datenschutz