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Silber korrigiert weiter

Montag, 8. September 2008 um 12:55

(www.silberinfo.com) Deutlich stärker als Gold kam der Silberpreis in der vergangenen Woche unter Druck. Besonders deutlich war dies am Freitag, als der Goldpreis den Tag im Plus abschloss, während am Silbermarkt tiefrote Zahlen zu sehen waren. Im Wochenvergleich verlor der Silberpreis 1,37 US-Dollar auf einen Schlußstand von 12,22 Dollar/Unze. Der Silberpreis scheint gegenwärtig vor allem deswegen besonders stark unter Druck zu stehen, weil einerseits Fonds angesichts eingetrübter wirtschaftlicher Aussichten in den USA Silber zusammen mit ihren Basismetall-Positionen verkaufen, andererseits die physische Nachfrage gerade auch in Asien nicht mit Gold vergleichbar angezogen hat. Tatsächlich berichten einige Quellen sogar von Lagerräumungen und Silberverkäufen in Indien, wobei diese Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind. Auch wurden mehrere charttechnische Unterstützungen verletzt, und die Lage sieht aktuell nicht nach einem raschen Ende der Korrektur aus, auch wenn sich dies rasch ändern könnte, wenn Impulse von aussen kommen. Die nächste Unterstützung liegt bei 12 Dollar.

Der Silberminenindex SIX schloss am Freitag auf einem neuen Allzeit-Tief bei 55,89 Punkten (-7,78 Punkte gegenüber der Vorwoche). Das Silberinventar des iShares Silver ETF wird aktuell mit 209,78 Millionen Unzen angegeben, rund 1,6 Millionen Unzen höher als vor einer Woche. Dies ist ein neuer Höchststand. Offenbar handeln viele Investoren antizyklisch und nutzen die günstigen Kurse für ETF-Käufe, was längerfristig durchaus sinnvoll erscheint.

Gold: Der Goldpreis kam bereits zu Beginn der vergangenen Woche erneut unter Druck und bewegte sich in der der Folge zwischen 790-800 Dollar, konnte sich dann aber bis Freitagabend auf 802,90 Dollar (-27 Dollar gegenüber der Vorwoche) retten. Ausgelöst wurde die weitere Kursschwäche durch die erneuten Kursgewinne des US-Dollar, dessen Bärenmarkt-Rallye auch für einbrechende Notierungen am Ölmarkt und bei vielen Basismetallen verantwortlich war. Auch die angeschlagene charttechnische Situation trug dazu bei, weil sich deswegen viele Händler mit Käufen zurückhalten.

Platin: Aufgrund der Marktverfassung ist es nicht weiter erstaunlich, dass auch der Platinpreis in der vergangenen Woche erneut unter Druck kam, zumal Platin nach der Übertreibung zu Beginn dieses Jahres in der Ansicht vieler Marktbeobachter durchaus noch ein deutliches Korrekturpotenzial aufweist. Im Wochenvergleich verbilligte sich eine Feinunze um 109 von 1.354 Dollar. Platin dürfte sich auch in den nächsten Wochen parallel zum allgemeinen Markttrend bewegen, allerdings dürften die Schwächephasen vorderhand noch ausgeprägter als die Erholungsphasen ausfallen, weswegen wir gegenwärtig noch nicht zu einer Investition in Platin raten.

Palladium: Erneut stark unter Druck kamen auch die Palladiumnotierungen; der Schlusskurs bei 269 Dollar/Unze lag 34 Dollar unter dem Niveau der Vorwoche. Zwar haben wir an dieser Stelle mehrmals wiederholt, dass uns der Palladiummarkt gerade auch im Vergleich zum Schwestermetall Platin klar unterbewertet erscheint. Dennoch kann sich Palladium nicht vom generellen Markttrend lösen. Auch hier gilt wohl, dass ein Ausgleich der allfälligen Unterbewertung erst im Rahmen einer längeren und nachhaltigen Erholungsphase eintreten wird.

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