(Swisscanto) Dass sich der Themenpark „Grünes Geld“ auf der Düsseldorfer Finanzmesse IAM etabliert hat, sei ein gutes Zeichen für Anbieter nachhaltiger Produkte“, sagt Bernhard Engl von der Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto. Ein Teil der Anleger habe das Thema Nachhaltigkeit angenommen und investiere in ökologisch und ethisch ausgerichtete Fonds. 223 dieser Fonds mit einem Gesamtwert von rund 30 Milliarden Euro zählte das Sustainable Business Institute (SBI) in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Stichtag 30.06.08. „Wir spüren das steigende Interesse und verwalten mittlerweile 2,5 Milliarden Euro in unseren nachhaltigen Fonds. Das sind immerhin schon rund 5 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens der Swisscanto-Gruppe“, sagt Engl.
Der stark wachsende Markt nachhaltiger Investmentfonds bedeutet für Anleger eine große Auswahl an verschiedenen Anlagekonzepten und Investmentstrategien. Das Problem dabei ist die Vergleichbarkeit, die nur schwer möglich ist. Selbst Fonds, die vermeintlich einer gleichen Gruppe - wie zum Beispiel Klimawandelfonds - angehören, verfolgen gänzlich verschiedene Ansätze. Der eine Anbieter schließt etwa Automobil- und Flugzeugunternehmen aus, während der andere Anbieter ein Automobilunternehmen aufgrund der Hybridtechnik ins Portfolio aufnimmt. Hier müssen Anleger für sich entscheiden, welche Strategie mit der eigenen Vorstellung von Nachhaltigkeit korrespondiert. „Bei Nachhaltigkeitsfonds empfehlen sich Vergleiche besonders, um am Ende das Fondsprodukt zu wählen, das am besten zur persönlichen ökologischen und ethischen Sichtweise passt“, meint Engl.
Expertise der Fondsgesellschaft entscheidend
Ein weiteres Augenmerk empfiehlt sich für Anleger auf die Expertise der Fondgesellschaft und deren Fondsmanager zu legen. Anbieter, die lediglich dem Trend folgend auf den „Nachhaltigkeitszug“ aufgesprungen sind, fehlt meist die Erfahrung und das Know-How im Research für die Bewertung nachhaltiger Kriterien. „Swisscanto widmet sich dem Thema bereits seit rund zehn Jahren. Die Nachhaltigkeitsanalyse der Zürcher Kantonalbank gewährleistet bei sämtlichen Produkten der Green Invest-Palette - vom reinen Aktienfonds bis zum Rentenfonds - sowie den Aktienfonds zu Klimaschutz und Wasser strengste Ausschlusskriterien, die vom WWF Schweiz mitentwickelt wurden und die ein Beirat stetig überwacht“, sagt Engl.
Nachdem Swisscanto bereits im vergangenen Jahr die Themen Klimaschutz und Wasser in zwei nachhaltigen Aktienfonds aufgegriffen hat, erfolgte Ende August der nächste interessante Baustein. Der „Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest Emerging Markets“ investiert in Unternehmen aus aufstrebenden Schwellenländern, deren Produkte und Dienstleistungen zu einer nachhaltigen Entwicklung ihrer jeweiligen Staaten beitragen. Anleger profitieren vom überdurchschnittlichen Wachstum der Volkswirtschaften in Schwellenländern und gleichzeitig von deren großem Aufholbedarf im Hinblick auf eine Wirtschaftsentwicklung nach ökologischen und ethischen Kriterien. „Das anhaltende Wirtschaftswachstum in Schwellenländern und das Anliegen, deren Marktpotenzial nach ethischen und ökologischen Kriterien zu erschließen und auszuschöpfen, bieten ganz neue Anlagemöglichkeiten“, ist Engl von den Chancen dieses Fonds überzeugt.
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