(www.silberinfo.com) Steigende Inflation und negative Realzinsen sind auch für Silberinvestoren das Umfeld, das sie zu Silberkäufen animiert. Tatsächlich hat der Silberpreis in der Vergangenheit oft noch stärker von einem inflationären Umfeld profitiert, als das bei Gold der Fall war. Der Silbermarkt wird seit einiger Zeit tendenziell verstärkt von den Silberinvestoren dominiert, weswegen dies im gegenwärtigen Umfeld erst recht von Bedeutung ist.
Am 1. Juli schoss der Silberpreis an einem Tag um mehr als 70 Cents/Unze nach oben und eroberte die Marke von 18 US-Dollar/Unze zurück. Im Verhältnis zu Gold zeigte Silber im weiteren Wochenverlauf Stärke und konnte dieses Niveau trotz der Dollarerholung verteidigen. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 18,12 Dollar/Unze - ein Wochengewinn von 0,64 Dollar.
Wie auch bei Gold erwarten wir den endgültigen Ausbruch noch nicht in den nächsten Wochen; offenbar trauen auch die Mineninvestoren der aktuellen Stärke am Silbermarkt noch nicht richtig, was sich daran ablesen lässt, dass die Silberminenkurse kaum davon profitieren konnte. Tatsächlich verlor der Silberminenindex SIX im Vergleich zur Vorwoche sogar 2,59 Punkte auf einen Schlußstand von 79,79 Punkten. Im Spätsommer/Herbst dürfte allerdings auch der Silbermarkt vom positiven Umfeld nachhaltig profitieren. Für den iShares Silver Trust Silber-ETF wird offiziell ein Inventar von 192,905 Millionen Unzen angegeben, 0,75 Millionen Unzen weniger als vor einer Woche.
Gold: Eine Zwischenerholung des Dollar brachte die Goldnotierungen zur Wochenmitte wieder etwas unter Druck, der Schlusskurs am Freitag lag schließlich 7,20 Dollar/Unze höher als in der Vorwoche bei 934 Dollar. Langfristig ist das Umfeld für steigende Goldnotierungen nach wie vor intakt, hat sich gar noch weiter verbessert. Wir gehen davon aus, dass wir nun vor einer längeren Periode negativer Realzinsen stehen, wodurch Investitionen in Edelmetalle weiter an Attraktivität gewinnen. Allerdings stehen uns erstmal die traditionelle Sommerflaute bevor, weswegen wir davon ausgehen, dass der große Preisanstieg noch einige Zeit auf sich warten lässt. Charttechnisch ist die Überwindung von 930 Dollar als positiv zu werten; damit der Ausbruch signifikant wird, muss dieser in den nächsten Tagen bestätigt werden – der Goldpreis darf also auf Schlusskursbasis nicht mehr unter 930 Dollar sinken, damit das positive Szenario nicht gefährdet wird.
Platin: Die Feinunze Platin verbilligte sich gegenüber der Vorwoche um 50 Dollar auf einen Schlußstand von 2.001 Dollar/Unze. Die Konsolidierung geht bei Platin weiter; unterstützend wirkt die Tatsache, dass die Produktion des industriell wichtigen Metalls in Südafrika nach wie vor eingeschränkt ist, da die Probleme mit der Stromversorgung noch nicht vollständig behoben sind.
Palladium: Auch der Palladiummarkt kann sich der gegenwärtigen Kursschwäche am Platinmarkt nicht entziehen. Die Unze Palladium verbilligte sich um 13 auf 453 Dollar. Allerdings konnte die Marke von 450 Dollar weiterhin verteidigt werden.
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