Von Bernd Niquet
Wie ich aus gut informierten Kreisen erfahre, ist man hinter den Kulissen gerade dabei, unsere Sicht auf die Welt um eine weitere, neue Dimension zu erweitern. Basiert wird diese auf eine neue Messgröße, um deren Namen derzeit noch erbittert gestritten wird.
Favorit ist derzeit die folgende Bezeichnung: 1 Amerell als Grundmaßzahl für die Ausnutzung Abhängiger. Die Katholische Kirche hat dagegen allerdings Einspruch eingelegt und möchte aus guten Gründen für die Namensgebung selbst eintreten. Da jedoch beinahe jede Institution der Katholischen Kirche hierfür in Frage kommt, wird es dazu wohl nicht kommen.
Für die Finanzmärkte wird das natürlich auch ein wichtiges Thema. Denn zukünftig wird sich ergeben, dass in Ländern wie China oder Thailand wesentlich höhere Amerell-Werte gemessen werden als in Dänemark oder Schweden. Auch wird sich das Amerell-Niveau deutscher Aktien grundsätzlich als niedriger erweisen als das von Emerging-Market-Werten, was natürlich bei erstgenannten Bewertungsspielräume nach oben eröffnet.
Der kluge Investor wird diese Überlegungen bereits heute in sein Anlageverhalten integrieren.
Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.
+++++++ AUCH 2010 NOCH FRISCH +++++++
Bernd Niquet, TAUPUNKTE, Erzählung, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2009, 133 Seiten, 9,95 Euro. ISBN 3-86901-434-2.
Das neue Buch von Bernd Niquet bezieht sich nicht direkt auf die Börse und die Finanzen, sondern packt den Menschen in seiner Gesamtheit. Wie wäre es, fragt er, wenn man plötzlich ganz neu in unsere Welt hinein träte, ohne jede Historie in ihr zu besitzen? Wie würde man die Welt dann wahrnehmen? Und mit wem hätte man Umgang?
Auf jeden Fall stünde man wohl ziemlich alleine da, schwämme gegen den Strom und bewegte sich gegen den Strich – ganz so also, wie es auch dem erfolgreichen antizyklisch orientierten Anleger geht.
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