Von Bernd Niquet
Erstaunliches tut sich derzeit in den USA. Vom Rettungspaket in Höhe von 700 Milliarden Dollar sind bislang „nur“ 117 Milliarden netto abgeflossen, doch es wird für Finanzinstitute, deren Vermögenswerte 50 Milliarden Dollar übersteigen, demnächst Abgaben in Höhe von 0,15 Prozent der jeweiligen Verbindlichkeitshöhe geben. Das Ganze über 10 Jahre laufend und mit dem Ziel, das Präsident Obama folgendermaßen angibt:
„Wir wollen unser Geld zurück und wir werden es zurück kriegen.“
Man kann nur den Hut ziehen. Die Briten machen ja Ähnliches. Nur wenn hierzulande wieder einmal diskutiert wird, den Großen in die Tasche zu fassen, kommt immer wieder das Standardargument, das gefährde den gesamten Finanzplatz Deutschland.
Komisch, dass das für die riesige USA anscheinend nicht gilt.
Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.
+++++++ AUCH 2010 NOCH FRISCH +++++++
Bernd Niquet, TAUPUNKTE, Erzählung, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2009, 133 Seiten, 9,95 Euro. ISBN 3-86901-434-2.
Das neue Buch von Bernd Niquet bezieht sich nicht direkt auf die Börse und die Finanzen, sondern packt den Menschen in seiner Gesamtheit. Wie wäre es, fragt er, wenn man plötzlich ganz neu in unsere Welt hinein träte, ohne jede Historie in ihr zu besitzen? Wie würde man die Welt dann wahrnehmen? Und mit wem hätte man Umgang?
Auf jeden Fall stünde man wohl ziemlich alleine da, schwämme gegen den Strom und bewegte sich gegen den Strich – ganz so also, wie es auch dem erfolgreichen antizyklisch orientierten Anleger geht.
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