(www.silberinfo.com) Nach wie vor verläuft der Silberpreis eng korreliert mit den Goldnotierungen. Entsprechend fiel auch der Silberpreis in der vergangenen Woche massiv und schloss am Freitag bei 15,27 US-Dollar/Unze (- 2,17 Dollar im Wochenvergleich). Wie auch auf dem Goldmarkt war vor allem die Dollar-Erholung Auslöser der jüngsten Abwärtswelle. Silber leidet zusätzlich unter Befürchtungen im Zusammenhang mit der Abkühlung der Weltwirtschaft. Der Silberminenindex SIX sank im Verlauf der Woche bis auf 65 Punkte (- 7,63 Punkte). Für den iShares Silver Trust Silber-ETF wird offiziell ein Inventar von 198,26 Millionen Unzen angegeben - rund 3,7 Millionen Unzen weniger als vor einer Woche. Mehrere charttechnische Unterstützungen wurden gebrochen; wichtig ist aber, dass die massive Unterstützung bei 15,23 Dollar, welche noch vom Hoch im Mai 2006 stammt, hielt. Diese Marke sollte auf Schlusskurs-Basis für ein positives Szenario nicht mehr unterschritten werden; darunter dürften Stop-Marken von zahlreichen Silbertradern liegen, welche bei Auslösung wohl noch einmal zu einem massiven Sell-Off führen dürften.
Gold: Vor einer Woche schrieben wir an dieser Stelle: „Kurstechnisch liegt bei 850 Dollar/Unze eine starke Unterstützung. Sollte sich die Korrektur akzentuieren, ist es denkbar, dass diese Unterstützung noch einmal getestet wird. Dies könnte im Rahmen eines Sell-Off passieren, welcher oftmals das Ende einer Korrektur markiert.“ Genau so kam es; nachdem sich der Goldmarkt schon seit März in einer Korrektur befindet, akzentuierte sich diese in der letzten Woche zu einem veritablen Sell-Off. Tatsächlich fiel der Goldpreis massiv und über mehrere Tage hinweg und erreichte annähernd die starke Unterstützung bei 850 Dollar. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 855,50 Dollar (- 54,20 Dollar im Vergleich zur Vorwoche). Noch stärker unter Druck kamen die Minenaktien; der Index der ungehedgten Goldminen HUI fiel innerhalb einer Woche um 57 auf 334,13 Punkte. Wichtig ist kurzfristig, dass die Unterstützung bei 850 Dollar nicht mehr unterschritten wird, da sich sonst das charttechnische Bild deutlich eindunkelt (auch wenn der langfristige Aufwärtstrend nach wie vor intakt ist).
Platin: Die jüngste Korrektur am Platinmarkt setzte sich auch in der vergangenen Woche fort, allerdings verlangsamt, gerade auch im Verhältnis zu den Kurseinbrüchen bei Gold und Silber. Der Schlusskurs lag bei 1.542 Dollar/Unze (- 88 Dollar). Auch wenn die laufende Korrektur viele Marktbeobachter in ihrem Ausmaß überrascht, so kam diese nicht völlig unerwartet, sondern war nach der Übertreibungsphase im ersten Quartal 2008 eigentlich überfällig. Das allgemein schlechte Marktumfeld für die Edelmetalle begünstigt gegenwärtig diese Entwicklung.
Palladium: Auch Palladium stand weiter unter Druck und schloss bei 329 Dollar/Unze (- 36 Dollar). Die Unterstützung bei 355 Dollar/Unze versagte. Nun befindet sich der Palladiumpreis auf einem ganzen Cluster von Horizontalunterstützungen zwischen 300-330 Dollar/Unze.
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