(www.silberinfo.com) Im Schlepptau von Gold konnte sich der Silberpreis in der vergangenen Woche erholen, allerdings nur zögerlich. Im Vergleich zur Vorwoche legte Silber 16 Cents auf 17,48 US-Dollar/Unze zu. Dass die Silbererholung nach der stürmischen Aufwärtsentwicklung der Vorwoche etwas an Dynamik verlor, hat verschiedene Gründe. Einerseits einen charttechnischen Grund: Bei 17,50 Dollar verläuft ein relativ starker Widerstand, an dem die Erholung zuerst einmal scheiterte (dieser könnte aber nun in den nächsten Tagen bereits überwunden werden). Andererseits wirkten Nachrichten über eine nun zu erwartende Abschwächung der Weltwirtschaft belastend auf den Silberpreis, da Silber in erster Linie durch die Industrie nachgefragt wird. Die Silbernachfrage ist daher bis zu einem gewissen Grad an die Konjunktur gekoppelt. Nach wie vor sehr günstig werden sehr viele Aktien aus dem Silbersektor gehandelt, auch wenn die Kurse zahlreicher Minenaktien und Explorer seit längerer Zeit zum ersten Mal wieder zulegen konnten, was sich auch beim Silberindex SIX niederschlug. Dieser erholte sich auf 82,38 Punkte (+ 2,58 Punkte gegenüber der Vorwoche). Für den iShares Silver Trust Silber-ETF wird offiziell ein Inventar von 192,98 Millionen Unzen angegeben, 0,5 Millionne Unzen weniger als vor einer Woche.
Gold: Die in der Vorwoche begonnene Erholung auf dem Goldmarkt setzte sich fort. Der Goldpreis stieg im Wochenvergleich um 25,50 auf 926,80 Dollar/Unze. Zwar befindet sich der Goldpreis damit noch immer in der Spanne zwischen 850 bis 930 Dollar, doch könnte ein Ausbruch nun schon innerhalb von wenigen Tagen passieren. Dies wäre sehr bullisch zu werten, da in diesem Falle die laufende Seitwärtskonsolidierung beendet wäre, früher als dies aufgrund der Saisonalität zu erwarten ist. Die nächsten Tage werden daher spannend. Sicherlich beigetragen zu den Avancen am Goldmarkt haben die neuesten Inflationsdaten aus Übersee und Europa. Die US-Notenbank Fed hielt die Zinsen dennoch konstant, so dass negative Realzinsen zu erwarten sind – ein sehr positives Umfeld für die weitere Goldpreis-Entwicklung.
Positiv zu werten für den Markt ist die Tatsache, dass in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit langer Zeit wieder etwas Leben in die Kurse der Goldminenaktien gekommen ist. In den Wochen zuvor reagierten die Minenkurse jeweils kaum auf sich erholende Goldnotierungen.
Platin: Die Feinunze Platin verbilligte sich leicht auf 2.051 Dollar (- 9 Dollar im Wochenvergleich). Die Konsolidierung geht bei Platin weiter; unterstützend wirkt die Tatsache, dass die Produktion des industriell wichtigen Metalls in Südafrika nach wie vor eingeschränkt ist, da die Probleme mit der Stromversorgung noch nicht vollständig behoben sind.
Palladium: Auf dem Palladiummarkt tat sich in der vergangenen Woche wenig. Der Palladiumpreis gab im Vergleich zur Vorwoche 5 auf 466 Dollar/Unze leicht nach. Allerdings konnte die Marke von 450 Dollar verteidigt werden.
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