(www.silberinfo.com) Während der Goldmarkt in der vergangenen Woche seitwärts tendierte, erholte sich der Silbermarkt bereits, wenn auch noch zögerlich. Freitagsschlusskurs: 13,59 US-Dollar/Unze - ein Wochengewinn von 0,37 Dollar. Bei den Silberminen blieb die Erholung noch aus, der Silberminenindex SIX schloss kaum verändert bei 63,67 Punkten (-0,66 Punkte gegenüber der Vorwoche). Das Silberinventar des iShares Silver ETF wird gegenüber der Vorwoche unverändert mit 208,145 Millionen Unzen angegeben.
Gold: Nach einem kurzen Einbruch bis auf knapp über 800 Dollar/Unze am Dienstag und einer Erholung am Donnerstag auf knapp 843 Dollar pendelte sich der Goldpreis wieder zwischen 820-835 Dollar ein und schloss am Freitag bei 829,90 Dollar (+ 7,70 Dollar). Kurzfristig hängt der Goldpreis nach wie vor (negativ korreliert) von den Bewegungen an den Devisenmärkten ab, insbesondere vom Dollar. Dem stehen allerdings neben starken charttechnischen Unterstützungen die zurückgehende Goldproduktion, steigende Produktionskosten und die durch den Preisrückgang mit voller Stärke zurückgekehrte Nachfrage nach physischem Gold entgegen, weswegen der Goldpreis insgesamt gegenwärtig seitwärts tendiert. Wenig verändert hat sich am Minenmarkt. Der Schlussstand des HUI, dem Index ungehedgter Goldminen, lag am Freitag bei 344,07 Punkten (+ 1,27 Punkte im Wochenvergleich). Charttechnisch liegt ein Widerstand bei rund 855 Dollar. Wird diese Marke vom Goldpreis zurückerobert, dürfte einer nachhaltigen Erholung nicht mehr viel im Weg stehen.
Platin: Platin verteuerte sich die zweite Woche in Folge und erholte sich auf einen Schlusskurs von 1.463 Dollar/Unze (+ 46 Dollar gegenüber der Vorwoche). Auch wenn die Korrektur seit März bei Platin massiv ausfiel und der Platinmarkt ein deutliches Erholungspotenzial hat, relativiert sich Letzteres wieder etwas, schaut man sich die längerfristige Entwicklung an. Der extreme Kursanstieg zu Beginn des Jahres dürfte eine Übertreibung gewesen sein. Der Platinpreis ist in der Zwischenzeit wieder auf ein nachhaltigeres Niveau zurückgekehrt.
Palladium: Der Preis für die Feinunze Palladium konnte sich nach dem übertriebenen Kursverfall der Vorwochen wieder zögerlich auf einen Wochenschlusskurs von 303 Dollar erholen. Im Gegensatz zum Platinmarkt sehen wir die Korrektur bei Palladium (der Palladiumpreis halbierte sich seit dem Hoch im Februar) als ganz klare Übertreibung an, welche fundamental nicht zu rechtfertigen ist. Zwar war Palladium am Markt nie so knapp wie Platin in den vergangenen Jahren, doch war dies im Kurs eskomptiert. Aufgrund des hohen Preises wird Platin allerdings immer mehr durch Palladium substituiert, weswegen die Nachfrage nach Palladium tendenziell zunimmt.
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