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Trumponomics

Dienstag, 22. Januar 2019 um 08:29

Von Stephan Feuerstein
Wenngleich der Brexit hierzulande aktuell die meisten anderen Themen überdeckt, schwelt in den USA im Hintergrund nach wie vor der Streit der Demokraten und der Regierung beziehungsweise des Regierungschefs um den „government shutdown“. Seit mittlerweile fast 30 Tagen stehen die Regierungsgeschäfte still, was sich nicht zuletzt auch daran erkennen ließ, dass US-Präsident Trump jüngst Hamburger von McDonald’s bei einem offiziellen Empfang im Weißen Haus servierte.

Im Namen des Volkes

Interessant beim bislang längsten Regierungsstillstand ist, dass die Mehrheit der US-Bürger dieses Mal die Schuld beim amtierenden US-Präsidenten sieht. In der Vergangenheit wurde eher der Opposition Blockade-Politik vorgeworfen. Dieses Mal erpresst Trump aber Amerika mit der Forderung nach der Kostenübernahme der im Wahlkampf vollmundig versprochenen Mauer zu Mexiko. Auch wenn sich die Experten über Sinn oder Unsinn einer solchen Mauer streiten, stehen doch Schicksale hinter der Vorgehensweise Trumps. Schließlich geht den Regierungsangestellten allmählich das Geld aus. Wirtschaftswissenschaftler haben errechnet, dass jede Woche Stillstand etwa 0,13 Prozent an Wachstum kosten wird. Für Trump scheint aber eher die Durchführung von Wahlversprechen und weniger das Wohl des Volkes im Vordergrund zu stehen. Nach wie vor hängt er der fragwürdigen Theorie an, dass es dem Volk gutgeht, wenn Reiche genügend Geld haben. Eine Vorgehensweise, die mittlerweile unter dem Namen „Trumponomics“ zusammengefasst wird.

Selektive Wahrnehmung an den Märkten?

An den Aktienmärkten scheint dies alles aktuell keine Rolle zu spielen. So hat der US-Markt einen so starken Start ins neue Jahr erzielt, wie seit 1987 nicht mehr. Als gäbe es all die Probleme nicht mehr, die noch zum Jahresschluss auf die Stimmung drückten, preschen die Aktienkurse weiter nach oben. Interessanterweise auch, obwohl die erwarteten Zahlen des vergangenen Quartals vielfach weder übertroffen noch zumindest erreicht wurden. Insofern ist die aktuell fast schon euphorische Stimmung nicht ganz nachzuvollziehen, so dass man den aktuellen Aufschwung durchaus etwas argwöhnisch betrachten sollte.

Sinnvoll wäre, entsprechende Long-Positionen nicht an der langen Leine laufen zu lassen, sondern sehr genau auf die Eingrenzung des Risikos zu achten. Auch und vor allem, wenn die Aktienmärkte vorerst weiter ansteigen und die Stimmung der Marktteilnehmer dann wieder sehr optimistisch wird. Aber bekanntlich ist das Ausrufen bemerkenswert hoher Kursziele in der Vergangenheit immer ein guter Kontra-Indikator gewesen. Auch dieses Mal dürfte es daher kein Fehler sein, auf solche Anzeichen zu achten!

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes "Hebelzertifikate-Trader". Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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