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So schnell kann es gehen

Dienstag, 14. August 2018 um 07:54

Von Stephan Feuerstein
In der vergangenen Woche hatten wir darauf hingewiesen, dass das eigentliche Problem der Türkei hausgemacht ist. Der Konflikt mit den USA stellt dabei nur einen „Katalysator“ dar, an dem sich die Situation nun entlädt. Allerdings ist damit das Problem noch längst nicht behoben. So sieht der türkische Staatschef Erdogan als Mittel zur Bekämpfung der extrem hohen Inflation genau das Gegenteil zu dem, was jeder Ökonom in Erwägung ziehen würde: steigende Zinsen.

Katastrophale Wirtschaftspolitik

Da die türkische Zentralbank aber entgegen vieler Erwartungen bei der zuletzt abgehaltenen Sitzung eben genau keine Zinsanhebung vorgenommen hat, lässt den Schluss zu, dass die türkischen Notenbanker nicht ganz so unabhängig sind, wie es die Finanzmärkte gerne sehen würden. Nun mag sich der eine oder andere unbedarfte Zuschauer die Frage stellen, warum diese internationalen Finanzmärkte denn auch für die Türkei wichtig sind. Immerhin sind die konjunkturellen Wachstumsraten doch weiterhin hoch. Genau dies hat über viele Jahre aber das eigentliche Problem überdeckt, das nun mit voller Wucht ausbricht. Internationale Investoren haben das Vertrauen in die Türkei nach und nach verloren. Das dürfte auch in besonderem Maße mit der Innenpolitik Erdogans zusammenhängen. Ein wichtiger Punkt war die Niederschlagung des Protestes auf dem Taksim-Platz in Istanbul im Jahr 2013. Darüber hinaus machte sich der eine oder andere Investor sicherlich auch nach dem gescheiterten Putschversuch im Jahr 2016 und den damit verbundenen Folgen so seine Gedanken. Immerhin wurden viele tausend Menschen und vor allem Oppositionelle mit dem Hinweis auf Terrorverdacht eingesperrt. Zeitgleich wurde auch die Berichterstattung unabhängiger, türkischer Medien mehr und mehr eingeschränkt, die mittlerweile so gut wie nicht mehr vorhanden ist. Es lässt sich daher sehr gut erklären, warum das Vertrauen ausländischer Akteure in das aktuelle, politische System der Türkei deutlich gesunken ist.

Der berühmte Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen gebraucht hat, ist die Festnahme eines US-amerikanischen Priesters sowie die (ausnahmsweise berechenbare) Reaktion aus den USA. Während einerseits von US-Präsident Trump in dieser Situation ein Einlenken so gut wie unwahrscheinlich sein dürfte, gießt Erdogan aktuell noch weiteres Öl ins Feuer. Damit schießt die Türkische Lira weiter ins Bodenlose und katapultiert andere Währungen gegen die Türkische Lira auf ungeahnte Höhen. In der vergangenen Woche hatten wir bereits darauf aufmerksam gemacht und dabei unsere zuvor erworbene Long-Position auf den Euro gegenüber der Türkischen Lira vorgestellt (WKN SC6DTK), die wir zu diesem Zeitpunkt noch für attraktiv eingestuft hatten. Nach einem Gewinn von fast 90 Prozent in nur einer Woche bietet sich mittlerweile kein seriös zu vertretender Einstieg mehr an. Aber, und das ist an der Börse das Schöne: Die nächste Gelegenheit lauert schon, man muss sie eben nur noch finden.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes "Hebelzertifikate-Trader". Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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