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Das unbeachtete Risiko der USA

Dienstag, 24. Juli 2018 um 08:51

Von Stephan Feuerstein
Wer sich nach der US-Wahl im November 2016 einen gut beratenen und diplomatischen Präsidenten gewünscht hat, wurde von der Realität schwer enttäuscht. Stattdessen poltert Donald Trump, wo immer er auftritt. Dabei untergräbt er mit viel Energie die Weltordnung, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert hat. Eines vergisst der US-Präsident dabei und das könnte sich böse rächen.

Fatale Nebenwirkungen

Was die USA offenbar vergessen, ist die Tatsache, dass sie hoch verschuldet sind. China beispielsweise besitzt US-Staatsanleihen im Wert von aktuell rund 1.200 Milliarden Dollar und ist damit der größte Gläubiger der USA. Wenngleich es für China selbst nicht ohne Schaden ablaufen würde, sollte man nur einen Teil dieser „Schuldscheine“ auf den Markt werfen, dürften vor allem die USA darunter schwer zu leiden haben. In diesem Fall ist von einem massiven Einbruch des Dollars auszugehen, gar eine Ablösung des US-Dollars als Leitwährung wäre in diesem Fall nicht mehr auszuschließen. Sollte es beispielsweise für den Ölpreis eine alternative Abrechnungswährung geben, dürfte dies die USA schwer treffen.

Nicht zuletzt am Verhalten gegenüber dem Thema Iran zeigt sich, wie fragwürdig die USA ihre Macht anwenden. So drohen die Vereinigten Staaten Unternehmen mit Konsequenzen, wenn sie mit dem Iran Geschäfte betreiben. Der Iran selbst hat bereits auf die zahlreichen Drohungen der USA reagiert und erst am Wochenende erneut mit einer Sperrung der Meerenge von Hormus gedroht. In diesem Fall sollte der Ölpreis steil nach oben schießen, Pessimisten sehen sich dabei sogar an die Ölkrise aus den 70er Jahren erinnert. Damit besteht von dieser Seite nicht nur für die USA selbst, sondern für die komplette Weltkonjunktur ein enormes Risiko.

Unabhängigkeit von den USA

Das Verhalten des US-Präsidenten hat die Welt vor allem eines gelehrt: Es scheint sinnvoll, sich unabhängiger von den USA mit ihrem unkalkulierbaren Präsidenten zu machen. Dies hat sich offenbar auch Russland gedacht. So wurden von dieser Seite im April die Bestände an US-Staatsanleihen halbiert. Im Mai folgte dann ein weiterer Verkauf von rund 69 Prozent der gehaltenen US-Staatsanleihen. Insgesamt hatten diese Transaktionen zwar „nur“ einen Umfang von rund 81 Milliarden Dollar, dennoch zeigt die Vorgehensweise, dass derartige Maßnahmen mittlerweile nicht mehr tabu sind. Insofern liegt darin noch ein gehöriges Risiko, was man bei einer oberflächlichen Betrachtung des durch die USA angezettelten Handelskriegs möglicherweise übersieht. Es bleibt zu hoffen, dass Trump bei seinen Aktionen künftig auch daran denkt.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes "Hebelzertifikate-Trader". Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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