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Kommt jetzt eine Korrektur?

Montag, 7. Oktober 2013 um 08:11

Von Stefan Böhm
Italien ist immer für eine Überraschung gut, gerade in der Politik. Silvio Berlusconi brockte sich in der vergangenen Woche eine krachende Niederlage ein, die seinen endgültigen Abschied von der politischen Bühne einläuten dürfte. Sein Umsturzversuch scheiterte, weil die Abgeordneten seiner Partei sich in der Vertrauensabstimmung für Regierungschef Letta aussprechen wollten. Erst in letzter Minute vollzog auch Berlusconi eine 180-Grad-Kehrtwende.

Mit der gewonnenen Vertrauensabstimmung kann Enrico Letta weitermachen. Das politische Chaos, das bei einer Niederlage gedroht hätte, ist damit abgewendet. Leicht wird es für Letta trotzdem nicht, denn die Probleme sind riesig: Kein Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit, verkrustete Strukturen und natürlich der gigantische Schuldenberg. Zwar gibt es Anzeichen von Veränderungen zum Besseren, doch die sind noch lange nicht ausreichend. Immer mehr Analysten und Volkswirte bescheinigen Italien daher ein schlechtes Zeugnis. Das Land falle im Vergleich zu Spanien, wo Reformen ernsthaft angegangen wurden, immer mehr zurück.

Keine Lösung in den USA in Sicht

Auch in den USA bleiben die Probleme groß. Die beiden politischen Parteien haben es bislang nicht geschafft, ihre Gegensätze zu überwinden. Selbst eine Übergangslösung wurde nicht gefunden. Ein Haushalt ist daher immer noch in weiter Ferne und Mitte Oktober droht gar die Zahlungsunfähigkeit. Doch auch der Shutdown, also die Schließung von Behörden, könnte ungeahnte Folgen haben. Eric Rosengren, Chef der Fed von Boston, warnte davor, dass die US-Notenbank keine verlässlichen statistischen Daten mehr erhalte, wenn die Behörden geschlossen sind. Damit würde eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Fed fehlen, wenn es darum geht, über den Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik zu entscheiden. Die überraschende Wende der Fed im September erscheint dadurch in einem neuen Licht. Offensichtlich hat die Fed die Situation richtig vorausgesehen und wollte kein Risiko für die Konjunktur eingehen.

Fazit: Italiens Regierung bleibt, die Probleme aber auch. Für die Eurozone wäre aber jedes andere Ergebnis schlechter gewesen. In den USA bleibt alles offen. Sollte sich die Hängepartie noch länger hinziehen, so dürfte dies für die Aktienmärkte zunehmend zur Belastung werden. Immerhin startet in dieser Woche die US-Quartalssaison, die für neue Impulse sorgen könnte. Bis dahin ist mit einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau zu rechnen. Der Dax ist bis 8.300 Punkte durch zahlreiche Unterstützungen nach unten gut abgesichert.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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