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War früher wirklich alles besser?

Mittwoch, 18. September 2013 um 16:03

Von Thomas Grüner
Anleger von heute haben es schwer. Viel schwerer als noch vor zwanzig Jahren. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten im Jahr 1990 mit einer Verzinsung von annähernd 10 Prozent! Der deutsche Aktienindex Dax unter 2000 Punkten! Wahrhaft paradiesische Verhältnisse für langfristig orientierte Investoren.

Heute ist alles anders. Die Zentralbanken vergreifen sich an den Sparguthaben der Bürger, indem sie das Zinsniveau nach unten drücken. Die Inflation frisst das teuer Ersparte. Milliardenbeträge werden in bankrotte Staaten und das marode Bankensystem gepumpt. Die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten ist nichts als eine liquiditätsgetriebene, substanzlose Hausse. Banken, Hedgefonds und unkontrollierbare, computergestützte Handelssysteme locken den gebeutelten Kleinanleger in zusätzliche Fallen. Selbst der Goldpreis ist vor Manipulationen nicht mehr sicher. Die Schuldenkrise in der Eurozone eskaliert, der Euro zerbricht. Die US-Staatsverschuldung wird in absehbarer Zeit zur unerträglichen Last. China wächst langsamer. Und der Krieg im Nahen Osten kann jederzeit losbrechen. Wer wünscht sich da nicht die „gute alte Zeit“ zurück?

Macht der Medien

Ist meine vorherige Auflistung eine realistische Bestandsaufnahme oder doch eher eine gnadenlose Überzeichnung? Fakt ist: Die Medien haben die Macht, Themen für wichtig oder unwichtig zu erklären. Negative Schlagzeilen verkaufen sich dabei grundsätzlich besser und treten in den Fokus!

Die Märkte lassen sich davon allerdings nicht ablenken, nur die Anleger. Märkte blicken in die Zukunft, preisen Informationen unverzüglich ein und gehen oftmals den Weg, der die Mehrheit der Anleger und Analysten überrascht. Kaum jemand wagt es derzeit, die positiven Fundamentaldaten der Aktienmärkte in den Vordergrund zu rücken. Niemand macht sich Gedanken über die positiven Effekte, die das Ende der Anleihekäufe durch die Zentralbanken hervorrufen kann. Konträres Denken unerwünscht – in der Masse fühlt sich der Mensch bekanntlich viel wohler. Umso machtvoller ist in diesem Umfeld das positive Überraschungspotential.

Heute ist vieles besser

Wertet man die aktuelle Stimmungslage aus, würde man kaum vermuten, dass sich zahlreiche global bedeutende Aktienindizes im Bereich neuer Rekordstände befinden. Die Entwicklung der Unternehmen in den vergangenen Jahren ist von beachtlichen Fortschritten, Innovationen, einer enorm gesteigerten Effizienz und der zunehmenden Globalisierung geprägt. Der Anstieg der Aktienmärkte bildet das gesunde, gewinnorientierte Wachstum dieser Unternehmen ab. Der laufende Bullenmarkt ist also in der Summe vor allem das Resultat einer gesund wachsenden Weltwirtschaft – die Geldpolitik der Zentralbanken hat dazu wenig beigetragen, wird aber dennoch als Indikator Nummer Eins für den laufenden Aufschwung wahrgenommen. Eine Fehleinschätzung! Für die Medien lohnt sich konträres Denken nicht – für Anleger umso mehr.

Fazit: Die Welt ist nicht schlechter oder gefährlicher geworden, auch wenn die Medien die Wahrnehmung der Anleger derzeit so negativ beeinflusst. Der Markt stellt die Anleger stets auf die Probe – einfache Zeiten gibt es nur in der Rückbetrachtung. Und so wird das Jahr 2013 – wie auch schon 2012 – trotz bisher guter Ergebnisse von Sorge und Ängsten geprägt sein. Eine schöne Parallele zum Beginn der 90er Jahre. Schon damals regierte die Angst vor Verschuldung, Krieg und „Höhenangst“ bei 2.000 Punkten im Dax. Gut zwanzig Jahre später – 2013 -– blicken Anleger wehmütig auf diese „chancenreiche“ Zeit zurück. Das wird in 20 Jahren wieder der Fall sein!


Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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