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Hoffnungssignale aus Europa

Montag, 29. Juli 2013 um 08:02

Von Stefan Böhm
Zwar ist im Moment die Quartalssaison mit ihrer Zahlenflut das bestimmende Thema an den Börsen. Am vergangenen Mittwoch jedoch gab es überraschend gute Neuigkeiten von der Konjunkturfront, die für großes Aufsehen sorgten. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone ist im Juli überraschend über die Expansionsmarke von 50 Punkten geklettert. Ist die Rezession in Europa damit beendet?

Natürlich kann man nicht anhand einer einzelnen Kennzahl ein Urteil über den Zustand oder die Aussichten der Konjunktur abgeben. Doch der kräftige Zuwachs auf 50,4 Punkte – Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 49,1 Punkte gerechnet – lässt hoffen, dass die Eurozone im zweiten Quartal die Talsohle durchschritten hat. Die Schätzungen für das BIP im zweiten Quartal liegen zwischen -0,4 und +0,2 Prozent. Im dritten Quartal sollte sich die Konjunkturerholung in Euroland dann auch in den Zahlen deutlicher niederschlagen. Ein starker Aufschwung ist zwar unwahrscheinlich, doch dass die Eurozone überhaupt wieder wächst, wäre ein äußerst positives Signal. In Deutschland stieg zudem zum dritten Mal in Folge der Ifo-Index, allerdings schwächten sich die Erwartungen der befragten Unternehmen leicht ab.

Unternehmen müssen kämpfen

Dass die Konjunktur derzeit kein Zuckerschlecken ist, zeigten auch die BASF-Quartalszahlen. Zwar bestätigte der Chemieriese seine Jahresprognose, gab jedoch zu Protokoll, dass im zweiten Halbjahr nicht mit einer Belebung der Nachfrage zu rechnen sei. BASF erwartet eine unbeständige und von konjunkturellen Unsicherheiten geprägte Jahreshälfte. Diese Formulierungen sind fast schon als versteckte Gewinnwarnung zu verstehen. Dass es auch anders geht, zeigen die US-Konzerne Ford, Boeing, Pepsico und Eli Lilly, die über den Prognosen liegende Ergebnisse lieferten und/oder ihre Jahresprognosen erhöhten. In Deutschland kommen die positiven Nachrichten dagegen eher aus der zweiten Reihe. So haben Krones und Wincor-Nixdorf ihre Jahresprognosen angehoben. Auch unser Musterdepotwert Cancom konnte die hohen Erwartungen erfüllen.

Fazit: Während von der Konjunkturseite in Europa endlich wieder einmal positive Signale kommen, gibt es von den Unternehmen zum Teil sehr verhaltene Meldungen. Die Talsohle des Konjunkturtiefs ist wohl erreicht, aber mit dynamischem Wachstum ist nicht zu rechnen. Eine bessere Konjunktur ist zwar positiv für die Unternehmen, bis die Gewinne aber wieder deutlicher ansteigen, wird es noch dauern. Die Kurse am Aktienmarkt haben zwar weiter Potential, zwischenzeitliche Rückschläge müssen jedoch einkalkuliert werden.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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