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Freier Handel

Mittwoch, 17. Juli 2013 um 15:00

Von Thomas Grüner
China und die Schweiz haben es vorgemacht: Die beiden Länder unterzeichneten nach zweijähriger Verhandlungsphase ein Freihandelsabkommen, das den bilateralen Handel weiter ankurbeln soll. Die Zollgebühren für Schweizer Luxusgüter und chinesische Textilien sollen abgebaut werden. Exportunternehmen beider Seiten rechnen mit steigenden Gewinnen, Konsumenten profitieren von billigeren Gütern und einer breiteren Auswahl, neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Wohlstand wird ausgebaut!

Und der nächste riesige Schritt zu einem freieren Welthandel steht unmittelbar bevor: Die EU und die USA haben ihre Verhandlungen zum Transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) gestartet. Kurzfristig sind zwar keine wirtschaftlichen Veränderungen für die Beteiligten spürbar – allein schon aufgrund des langen Verhandlungszeitraums –, langfristig sind jedoch positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu erwarten. Aktienmärkte schauen in die Zukunft und werden das bereits einpreisen – längst bevor die Abkommen in Kraft treten werden.

Ein wahrer Meilenstein

Bereits heute bilden die EU und die USA die stärkste Handelszone der Welt. Ein Freihandelsabkommen würde das globale Handelsvolumen weiter signifikant erhöhen, wobei der größte Zugewinn dieses Abkommens aus der Abschaffung administrativer Hürden kommen würde. Die Einfuhrzölle sind größtenteils bereits auf niedrigem Niveau. Eine Lockerung und Vereinheitlichung regulatorischer Standards sowie die Vereinfachung der Beschaffungs- und Fördermittelpolitik würde viel vereinfachen.

Spezielle Einfuhrverbote werden allerdings aus ethischen Gründen immer erhalten bleiben. Ebenso wird die Sensibilität beider Lager bezüglich Sicherheitsstandards im Pharma- und Automobilbereich weiterhin bestehen und der Finanzsektor wohl auch in absehbarer Zeit kein einheitliches Regelwerk erhalten. Insbesondere die USA sträuben sich dagegen. Doch auch wenn eine komplette Vereinheitlichung illusorisch ist – die Abschaffung zumindest großer Teile der aktuellen Vorschriften würde über die Zeit einen riesigen, positiven Effekt haben. Beide Seiten wollen den Deal zwar im nächsten Herbst abschließen, dieses Vorhaben scheint aber sehr optimistisch zu sein. Handelsvorschriften werden über Jahre abgebaut, so dass sich die Unternehmen auf die neue Konkurrenzsituation einstellen können. Dennoch: Ein positiver Effekt entsteht, insbesondere für den Aktienmarkt!

Aktien blicken in die Zukunft

Selbst wenn das globale BIP die positiven Auswirkungen der Handelsabkommen nicht in vollem Umfang reflektieren wird – die Aktienmärkte können dennoch enormes Potential entfalten. Aktien bilden die Erwartungen der Anleger bezüglich zukünftiger Gewinne ab – die Aussicht auf freien Handel würde diese Erwartungen definitiv positiv beeinflussen. Die Aktienmärkte werden sich bereits lange nach oben bewegen, bevor die Handelsbeschränkungen tatsächlich aufgehoben werden – weil Investoren neue Einkommensflüsse, Kostenvorteile durch Entbürokratisierung und höhere Investitionen erwarten.

Fazit: Die Welt bewegt sich weiter in die Richtung des freieren Handels – Aktienmärkte lieben das. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA markiert einen weiteren Meilenstein. Freier Handel bedeutete schon immer in der Geschichte mehr Wohlstand für alle Beteiligten. Die Aktienmärkte sind in der Lage, diese positive Entwicklung für die Weltwirtschaft bereits im Vorfeld abzubilden. Es lohnt sich, diesen Sachverhalt bereits jetzt im Hinterkopf zu behalten.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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