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Boden bereits erreicht?

Dienstag, 18. Juni 2013 um 12:41

Von Marc Nitzsche
Wer sich schon länger mit den Rohstoff-Märkten befasst, erinnert sich möglicherweise noch an den Zeitraum zwischen Anfang 2003 und Frühjahr 2007, als der Uran-Preis von unter 20 auf in der Spitze fast 140 US-Dollar pro Pfund in die Höhe schnellte. Mittlerweile ist der Preis wieder auf rund 40 Dollar zurückgekommen und viele Anleger dürften sich daher fragen, ob die Kurse auf diesem Niveau einen tragfähigen Boden ausbilden können.

Tendenziell dagegen spricht der Umstand, dass Uran auf unserem Planeten reichlich vorhanden ist, da große Teile der Erdkruste den strahlenden Rohstoff enthalten. Auf den ersten Blick scheinen Ängste vor Angebots-Engpässen daher unbegründet zu sein. Allerdings leidet der Markt bereits seit Jahren darunter, dass Uran-Minen von zahlreichen Regierungen immer schwieriger genehmigt werden, da Umwelt-Schutz-Aspekte einer Förderung entgegenstehen. Bedenkt man jedoch, wie gering die benötigten Mengen an Uran für Kernkraftwerke sind, sollte der aktuelle weltweite Ausstoß genügen, um die Nachfrage zu bedienen – es sei denn, diese würde geradezu exorbitant zunehmen.

Doch damit ist nicht zu rechnen. Nach der Fukushima-Katastrophe überdenken immer mehr Staaten ihre Atom-Politik. Zwar hat Südkorea unlängst einen zeitweilig still gelegten Meiler wieder hochgefahren. Einen nennenswerten Nachfrage-Schub wird es dadurch allerdings nicht geben, vor allem weil China deutlich weniger neue Kernkraftwerke errichten will als einst geplant. Insgesamt dürfte der Uran-Preis von einer Boden-Bildung noch entfernt sein.


Marc Nitzsche ist Herausgeber des Rohstoff-Trader.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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