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Wie weit geht die Korrektur?

Montag, 27. Mai 2013 um 08:20

Von Stefan Böhm
Nun ist sie also da, die Korrektur an den Aktienmärkten. Aus technischer Sicht war sie nach einem Kursplus von rund 1.000 Punkten im Dax überfällig. Sorgen über eine generelle Trendwende an den Aktienmärkten muss man sich dagegen noch nicht machen, denn zu Aktien gibt es nach wie vor kaum Alternativen. Die Frage, die dagegen sehr wohl gestellt werden muss, lautet: Wie weit drückt die Korrektur die Kurse nun nach unten?

China-Zahlen enttäuschen

Vor allem die enttäuschenden Daten aus China sorgten am vergangenen Donnerstag zunächst in Tokio für einen Kurssturz. Der HSBC Einkaufsmanagerindex ist im Mai unter die Wachstumsschwelle von 50 auf 49,6 Punkte gesunken und damit auch unter die Prognose von 50,4 Punkten. Das ist ein Indiz dafür, dass sich das Wachstum in China nicht so entwickelt wie erhofft. Der Kursrückgang setzte sich dann in Europa fort. In Deutschland traf es vor allem die Industriewerte und darunter besonders die Aktien aus der Autobranche, denn die macht einen großen Teil ihrer Geschäfte inzwischen in China. Auch die Ängste, dass die Notenbanken ihre Geldschleusen in absehbarer Zeit wieder schließen könnten, befeuerten die Verkäufe. Am Mittwoch hatte Fed-Chef Bernanke vor dem US-Kongress zwar gesagt, die Fed werde ihren Kurs so lange fortsetzen wie nötig. Jedoch sagte er auch, „auf einer der nächsten Sitzungen“ könnte das Tempo gedrosselt werden, „falls sich die Beschäftigungslage nachhaltig aufhelle“. Das reichte, um an den Märkten eine tiefgreifende Korrektur auszulösen.

Doch ist wirklich zu erwarten, dass die Fed bald auf die Bremse tritt? Ich glaube nicht. Ben Bernanke sagte, dass das Quantitative Easing (QE) nur dann eingeschränkt werde, wenn die US-Beschäftigung sich stark verbessere und danach sieht es im Moment nicht wirklich aus. Außerdem wird die Fed das QE nicht abrupt stoppen, sondern langsam und allmählich auf die Bremse treten. Die fast schon panischen Reaktionen mancher Marktteilnehmer sollten daher nicht überbewertet werden. Aus technischer Sicht war eine Korrektur überfällig, nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den USA und ganz besonders in Japan, wo der Nikkei in den vergangenen Monaten um rund 60 Prozent zugelegt hat.

Fazit: Was wir derzeit an den Märkten erleben, ist eine technische Korrektur, keine Trendwende. Freilich kann man nicht genau vorhersagen, wie weit die Kurse noch fallen werden. Fakt ist aber, dass die Gewinnmitnahmen bei dem einen oder anderen Unternehmen wieder neue Einstiegsgelegenheiten schaffen. Im Investor-Depot halten wir daher an unserer positiven langfristigen Einschätzung der Aktienpositionen fest. Im Trading-Depot werden wir bei Gelegenheit flexibel reagieren.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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