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Alstom wird unterschätzt

Donnerstag, 23. Mai 2013 um 08:15

Von Stefan Böhm
Alstom gehört zu den Branchenriesen im Bereich Anlagenbau, Produkte für Stromerzeugung und -übertragung. Nur General Electric und Siemens sind noch größer. Auch in Sachen Schienentechnik sind die Franzosen unter anderem mit dem Schnellzug TGV gut im Geschäft. Dennoch lief es zuletzt nicht so gut, wie erhofft. Die weltweite Konjunkturschwäche hat auch bei Alstom ihre Spuren hinterlassen.

Gesenkter Ausblick schockt Aktionäre

Für das abgelaufene Geschäftsjahr (per Ende März) musste Vorstandschef Alf Henryk Wulf am 7. Mai nicht nur unter den Erwartungen liegende Zahlen bekannt geben, sondern auch eine Reduzierung des Ausblicks für das laufende Geschäftsjahr. 2012/13 hatte Alstom einen Überschuss von 802 Millionen Euro verzeichnet und damit ein Wachstum von rund 10 Prozent. Analysten hatten deutlich mehr erwartet. Dabei war nicht alles schlecht, was Wulf verkündete. Der Auftragseingang erhöhte sich um 10 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro, die Aktionäre werden außerdem mit einer um 5 Prozent höheren Dividende von 0,84 Euro bedacht. Der Aktie half dies trotzdem nichts, das Papier rauschte am 7. Mai um 11,8 Prozent nach unten. Ob ein solcher Kursrutsch gerechtfertigt ist, ist mehr als zweifelhaft, denn die Alstom-Aktie hat auch ihre Vorzüge. Mit einem KGV von neun ist sie nicht gerade teuer, zudem treten die positiven Auswirkungen der Sparanstrengungen immer mehr zutage. So wurde erstmals seit 2009/10 wieder ein positiver freier Cash Flow von 408 Millionen Euro verzeichnet – das kann sich sehen lassen.

Bewertungsabschlag

Es ist daher gut möglich, dass Anleger die Alstom-Aktie wieder entdecken, wenn es neue positive Nachrichten gibt. Vor allem der Nachrichtenreigen in Form neuer Aufträge würde Kursphantasie wecken. Potential bietet beispielsweise die deutsche Energiewende. Schon jetzt ist Alstom an der Anbindung von Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz beteiligt. Nach Meinung von Experten schlummert in diesem Bereich noch ein sehr großes Auftragsreservoir. Doch auch die Eisenbahnsparte sollte nicht vergessen werden. Fundamental gesehen ist Alstom eine unterschätzte Aktie. Vergleichbare Titel werden mit einem KGV von 14,8 gehandelt. Natürlich gibt es für den Bewertungsabschlag einen Grund, beispielsweise die Rezession im französischen Heimatmarkt. Ob die Größe des Abschlags jedoch gerechtfertigt ist, darüber kann man diskutieren.

Aus charttechnischer Sicht zeigt die Alstom-Aktie eine Bodenbildung. Schon zum Jahreswechsel 2011/12 hat sich der Aktienkurs mehrfach im Bereich von 22 Euro stabilisiert. Dieser Boden dient als Basis für den breiten Aufwärtstrend, der sich seitdem gebildet hat. Für die nächste Zeit ist mit einer Fortsetzung der breiten Aufwärtsbewegung im Kursband zwischen 25 und 35 Euro zu rechnen.

Fazit: Alstom hat Potential und befindet sich auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke. Die jüngsten Unternehmenszahlen haben jedoch gezeigt, dass dieser Weg steinig ist und hohe Hürden aufweist. Es empfiehlt sich daher, mit Sicherheitspuffer in die Aktie zu investieren.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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