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Haben Sie Höhenangst?

Donnerstag, 16. Mai 2013 um 07:59

Von Thomas Grüner
Viele Anleger nehmen die aktuellen Rekordmarken zahlreicher Indizes zum Anlass, dem Aktienmarkt den Rücken zu kehren oder einem Neueinstieg mit Skepsis zu begegnen. Die Renditechancen werden als begrenzt eingeschätzt, die Kursphantasie ist am Ende angelangt, die Angst vor einem Bärenmarkt greift um sich.

Diese „Höhenangst“ ist unbegründet! Die Geschichte hat uns gezeigt, dass die Aktienmärkte immer wieder neue Bestmarken erreichen und diese im Rahmen nachhaltiger Bullenmärkte auch deutlich übertreffen. Es gibt keinen historischen Beleg dafür, dass das Erreichen neuer Höchststände prinzipiell einen unmittelbaren Bärenmarkt zur Folge hat! Eher im Gegenteil! Der einzelnen Aktie ist es zudem egal, in welchem Index sie sich befindet und welche Marken dieser erreicht. Aktienmärkte halten sich nicht an virtuelle „Deckelungen“. Neue Hochs generieren oft neues Potential!

Aktienmärkte sind nicht überbewertet

Der psychologische Einfluss neuer Rekordmarken ist nicht zu unterschätzen. Insbesondere deutschen Anlegern treibt der gegenwärtige Kurs des Dax-Index Sorgenfalten auf die Stirn: In den Jahren 2000 und 2007 schnappte die „8.000er-Falle“ zweimal zu. Genügend Anlass für besorgte Anleger, in der jetzigen Phase ein baldiges Ende der Hausse zu vermuten. Eine differenzierte Einschätzung der gegenwärtigen Situation ist jedoch notwendig.

Der Aktienmarkt ist von einer fundamentalen Überbewertung immer noch weit entfernt! Im Gegenteil: Das KGV befindet sich mit aktuell rund 11 – trotz den enormen Kursanstiegen – immer noch unter dem historischen Durchschnitt von 15. Dies wird auch in naher Zukunft dafür sorgen, dass alleine die Dividendenrendite dem Renditeniveau des Anleihemarktes weiterhin deutlich überlegen ist.

Der Höhenangst lässt sich durchaus etwas Positives abgewinnen. Ein ängstliches Sentiment generiert positives Überraschungspotential. Indexhöchststände, das Märchen von „Sell in May“, das Zerbrechen der Eurozone, die Schuldenproblematik in den USA, die Gefahr einer weltweiten Rezession – unbegründete Ängste sind immer ein Kaufsignal. Solange diese Ängste nicht nachlassen, hat der „ungeliebte“ Bullenmarkt weiterhin die Chance, sich voll zu entfalten. Es lohnt sich, stets das Zitat von Sir John Templeton im Hinterkopf zu behalten: „Bull markets die on euphoria“. Von Euphorie ist trotz der neuen Rekordmarken noch nichts zu spüren.

Geduld ist gefragt

Die Grundvoraussetzungen für eine Fortdauer des Bullenmarktes sind gegeben. Die Rekordstände der Indizes sind – wohlgemerkt positive – Randnotizen des laufenden Bullenmarkts. Nicht mehr und nicht weniger. In dieser Phase wird sich Geduld auszahlen – auch wenn sich damit viele Anleger in der aktuellen Marktphase schwer tun.

Erinnern Sie sich an das Jahr 1993? Damals stieg der Dax zum ersten Mal nachhaltig über 2.000 Punkte. Ein Meilenstein – und für viele Anleger Anlass zur Sorge. Der Bullenmarkt zeigte sich jedoch bekanntermaßen unbeeindruckt und erreichte in der Euphoriephase des Jahres 2000 mehr als 8.000 Punkte. Geduld zahlt sich aus!

Fazit: Höhenangst am Aktienmarkt ist historisch unbegründet. Die aktuelle Situation gibt aus vielfältigen Gründen Anlass, dass der aktuelle Bullenmarkt trotz dem Erreichen neuer Rekordmarken zahlreicher Indizes sein Potential noch lange nicht ausgeschöpft hat. Es ist noch längst nicht zu spät, von diesem „ungeliebten“ Bullenmarkt zu profitieren. Neue Rekorde setzen sogar fast immer neues Aufwärtspotential frei.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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