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Profiteur des Börsenbooms

Mittwoch, 8. Mai 2013 um 13:41

Von Stefan Böhm
Umsätze mit Wertpapieren sind das Lebenselixier der Deutschen Börse. Eine gute technische Plattform und das Gespür für die richtigen Produkte machte die Deutsche Börse zu einem der erfolgreichsten und profitabelsten Börsenplätze der Welt. Doch seit einiger Zeit muss das Unternehmen ungewohnten Gegenwind einstecken. Die Krise hat vielen Anlegern die Lust am Handeln verdorben und auch die Banken traden nicht mehr so viel.

Sparprogramm

So ist es kein Wunder, dass die Ergebniszahlen der Deutschen Börse seit einigen Quartalen nicht mehr so erfreulich ausfallen wie vor der Krise. Im ersten Quartal 2013 gab es einen Gewinnrückgang um 17 Prozent auf 121 Millionen Euro und einen Rückgang der Nettoerlöse um 4  Prozent auf 484,3 Millionen Euro. Allerdings sind rund 65 Millionen Euro an einmaligen Kosten wegen des im Februar angekündigten Sparprogramms im Quartalsergebnis enthalten. Im Rahmen der Einsparungen fallen insgesamt 90 bis 120 Millionen Euro an Kosten an, der Großteil davon 2013. Doch Sparen alleine hilft auf Dauer nicht. Nachdem in den vergangenen Jahren diverse Fusionsversuche gescheitert sind, sucht die Deutsche Börse nach neuen Wegen. Ein neuer Übernahme- beziehungsweise Fusionsversuch mit einem anderen Börsenbetreiber scheint zwar weiterhin möglich, dürfte derzeit aber auf der Agenda nicht ganz oben stehen. So erhielt die US-Terminbörse CME auf ihre Anfrage einer möglichen Fusion im Februar eine Absage aus Frankfurt. Deutsche Börse Chef Retioni will es alleine schaffen.

Übernahmen und Fusionen

Der Wind kann sich jedoch auch schnell wieder drehen. Die traditionellen Börsenplätze stehen nicht nur wegen der diversen Finanzkrisen unter Druck, auch die außerbörslichen Handelsplattformen von Banken machen ihnen zu schaffen. Viele große Börsen sehen ihre Zukunft daher im Schmieden von noch größeren Börsen. Ende 2012 gab die US-Börse Intercontinental Exchange (ICE) den Kauf der NYSE Euronext für 8,2 Milliarden US-Dollar bekannt. Die beiden japanischen Börsen in Tokio und Osaka haben sich ebenfalls zusammengeschlossen und wollen nun auch international aktiv werden. Die Londoner Metallbörse LME wurde für 2,2 Milliarden Dollar von der Börse in Hongkong gekauft und von anderen Börsen hört man, dass das Thema Fusionen und Übernahmen nach wie vor brandaktuell ist.

Dass die Deutsche Börse ein attraktiver Partner ist, steht außer Frage. Die Börse arbeitet trotz des derzeitigen schwierigen Umfeldes verhältnismäßig profitabel. Auch ist die Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern wie NYSE Euronext günstig bewertet. Wachstum ist zur Zeit aber nicht einmal durch Sparen mehr möglich. Andere Risiken, zum Beispiel auf der regulatorischen Seite beim Handel mit Derivaten, könnten das Ergebnis weiter belasten. Andererseits ist die Deutsche Börse allein schon durch die hohe Dividendenrendite von 4,6 Prozent für Anleger interessant und auch aus charttechnischer Sicht gibt es mit dem möglichen Ausbruch über den langfristigen Abwärtstrend ein positives Signal.

Fazit: Die Deutsche Börse hofft auf die Trendwende. Sollte der Dax weiter nach oben ziehen, wäre die Deutsche Börse sicherlich ein Profiteur dieser Entwicklung. Doch auch das Fusions- und Übernahmethema ist nicht endgültig passé.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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