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Dax: „Sell in May“?

Montag, 6. Mai 2013 um 08:23

Von Stefan Böhm
Börsenweisheiten wie „Sell in May and go away“ erfreuen sich großer Beliebtheit. 2011 und 2012 war der Spruch auf den ersten Blick auch zutreffend, denn die Eurokrise flammte in beiden Jahren erneut auf und sorgte an den Börsen für fallende Kurse. Doch ist auch 2013 angesichts des Anstiegs bis in die Nähe des Allzeithochs wieder mit einem solchen Kurs-Muster zu rechnen?

Kein Automatismus

Zunächst einmal basieren Börsenweisheiten auf Erfahrungswerten mit mehr oder weniger belastbaren Fakten. In der Vergangenheit gab es viele Jahre, in denen man gut gefahren wäre, wenn man im Mai verkauft hätte. Einen Automatismus gibt es jedoch nicht. Zudem geht der Spruch auch noch weiter: „Sell in May and go away – but remember to come back in September“. Der September ist statistisch der schwächste Börsenmonat des Jahres – gut für den Einstieg. 2012 hätte man jedoch dumm aus der Wäsche geschaut, wenn man sich an die Regel gehalten hätte. Der Dax startete bei 6.700 Punkten in den Mai, im September wäre man bei rund 7.000 zurückgekommen. Ein schlechtes Geschäft. Ich halte mich daher lieber an die kursbewegenden Fakten. Die deuten derzeit darauf hin, dass Aktien ihre Hochs noch nicht gesehen haben.

Notenbanken im Fokus

In den USA hat die Notenbank Fed ihren geldpolitischen Kurs erneut bestätigt. Die Leitzinsen bleiben unverändert, das Anleihekaufprogramm ebenfalls, auch wenn man künftig flexibler agieren möchte. Überraschend deutlich wurde die Fed jedoch in Sachen Fiskalpolitik. Die automatischen Ausgabenkürzungen beschränkten das Wirtschaftswachstum. Die Fed stehe jedoch Gewehr bei Fuß. Das ist an sich eine gute Nachricht, die an der Wall Street aber auch Angst machte, denn sie zeigt, dass es nicht rund läuft in den USA. Gleiches gilt auch für die Eurozone. Die Europäische Zentralbank EZB senkte zwar wie erwartet die Zinsen auf ein Rekordtief von 0,50 Prozent, an den strukturellen Problemen in vielen Euro-Ländern ändert das aber nichts. Der Zinsschritt ist vor allem ein symbolischer Akt, der die Entschlossenheit der EZB zur Stabilisierung der Wirtschaft unterstreicht. Für Aufruhr sorgten aber Äußerungen von EZB-Chef Draghi, der offenbar auch negative Zinsen nicht ausschließt.

Fazit: Starke US-Arbeitsmarktdaten haben den Dax am vergangenen Freitag über die 8.000 Punkte getrieben. Damit kann der Index den Blick weiter nach oben richten und das Allzeithoch aus dem Jahr 2007 bei 8.151 Punkten in Angriff nehmen. Hauptgrund für den Kursanstieg ist, dass die Notenbanken den Geldhahn noch weiter aufdrehen. Fakt ist zudem, dass es derzeit so gut wie keine Alternativen zu Aktien gibt. Allerdings sind Rückschläge nicht nur jederzeit möglich, sie werden auch kommen!

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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