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Optimieren Sie Ihren Immobilienkauf

Freitag, 3. Mai 2013 um 12:59

Von Thomas Grüner
Die Situation auf dem Anleihemarkt ist in der aktuellen Phase bekanntermaßen schwierig. Das Niedrigzinsumfeld lässt die Renditen purzeln. Man bekommt de facto kaum noch Zinsen für seine Anlagen. Wohin mit dem Geld ist die Frage der Stunde!

Parallel dazu sind die Kreditzinsen auf Rekordtief. Nie war es günstiger, Immobilien fremdfinanziert zu erwerben. Und was machen die Anleger beziehungsweise Immobilien-Investoren in dieser Situation? Verhalten sich diese vernünftig und rational und nutzen diese Sondersituation konsequent aus? Oftmals nicht!

Nachrechnen und nüchtern kalkulieren

Eine Veränderung dieser Niedrigzins-Situation ist momentan nicht in Sicht: Führende Ökonomen drängen sogar auf eine weitere Senkung der Leitzinsen, da der wirtschaftliche Ausblick für die Eurozone weiterhin sehr verhalten bleibt. Die EZB bleibt unter Zugzwang. Und solange die Notenbanken nicht von ihrer Niedrigzinspolitik abrücken, sind nachhaltig steigende Zinssätze nicht zu erwarten. Kredite – in Form von Bankeinlagen oder Anleihen – zu vergeben lohnt sich für Sie als Anleger nicht!

Wechseln Sie die Perspektive und nutzen Sie die andere Seite der Medaille! Im aktuellen Niedrigzinsumfeld sind natürlich auch die Immobilienkredite spottbillig. Nie war es günstiger, eine Immobile kreditfinanziert zu erwerben. Wer die Inflation schlagen will, muss derzeit in Sachwerte, namentlich Aktien und Immobilien, investieren.

Angst macht Strich durch die Rechnung

Zahlreiche Investoren sehen momentan eine Immobilie als attraktive Wertanlage und sind gerne bereit, große Teile ihres liquiden Vermögens für den Kauf einer Immobilie zu verwenden. Angesichts der geradezu extremen Situation auf dem Kreditmarkt eine Investition ohne rechnerischen Sinn: Fremdfinanzierungen sind historisch günstig und natürlich auch – bei fremdgenutzten Immobilien – steuerlich vorteilhafter. Kurioserweise schlägt die Angst der Investoren vor Enteignung ihrer Guthaben hierbei aber seltsame Kapriolen. Trotz rekordtiefer Zinsen verwenden die Investoren oftmals ihre Cashreserven und Liquidität zum Erwerb der Immobilie. Diese oftmals angstgetriebene „Flucht-Investition“ lässt sich dabei deutlich optimieren.

Bei der aktuellen Zinssituation sollten Sie darüber nachdenken, den Erwerb aus Fremdmitteln (steuerlich positive Auswirkungen) zu finanzieren und die Barmittel parallel anzulegen. Denn die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass sie in den nächsten 10 bis 15 Jahren mit einer professionellen Verwaltung eine höhere Rendite als die aktuellen Finanzierungszinsen erwirtschaften werden. Nie in der Geschichte waren die Rahmenbedingungen hierfür vorteilhafter: Selbst die Dividendenrenditen sind derzeit fast immer höher als die Zinssätze für langfristige Immobilienkredite! Banken akzeptieren hierbei oft ein verwaltetes Depot als Eigenkapitalersatz. Beide Ziele lassen sich somit ideal miteinander kombinieren.

Fazit: Kredite sind so günstig wie nie. Nutzen Sie das konsequent aus. Eine Kombination aus der Anlage in dividendenstarken Qualitätsaktien und dem parallelen, fremdfinanzierten Erwerb einer Immobilie war selten so aussichtsreich wie heute. Ihr Bargeld zu nehmen und in Immobilien zu investieren ist dabei suboptimal und nicht wirklich vernünftig. Die globalen Aktienmärkte bieten die Möglichkeit, dass das Geld in der Zwischenzeit arbeiten kann, während Sie sich langfristig jetzt die rekordtiefen Zinsen sichern können. Nachrechnen lohnt sich an dieser Stelle!

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per eMail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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