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Ende der Negativserie in Sicht?

Donnerstag, 2. Mai 2013 um 14:03

Von Stefan Böhm
Kaum ein Unternehmen polarisiert so stark wie Apple. Manche Zeitgenossen begegnen dem Unternehmen fast mit religiöser Verehrung, wir wollen uns jedoch auf die rein ökonomischen Fakten beschränken. Der Hype um iPhone und iPad hat Apple zeitweise zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Diesen Status verlor der Konzern wieder, weil die Aktie im September 2012 zur bis heute anhaltenden Korrektur ansetzte und seit dem Hoch in der Spitze mehr als 40 Prozent verlor – zu Recht?

Schwächere Gewinndynamik

Ausgelöst wurde der Kursrückgang durch eine Abnahme der Gewinndynamik, die von einer ganzen Serie negativer Unternehmensnachrichten und schwacher Geschäftsausblicke begleitet wurde. So mancher Apple-Anleger mussten lernen, dass es im Geschäftsleben und an der Börse nicht nur eine Richtung gibt. Dabei sind die Schwierigkeiten, mit denen sich Apple herumschlagen muss, für andere Firmen pure Luxusprobleme. Seit 2008 vervielfachte sich der Umsatz von 32 auf rund 156 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2012. Dass man dieses Tempo nicht unbegrenzt aufrecht erhalten kann, versteht sich von selbst. Auch bei der Gewinnentwicklung ist Apple in eine nicht mehr ganz so stürmische Phase eingetreten. Dass der Konzern nun aber kein Geld mehr verdienen würde, ist ein Trugschluss. Apple ist nach wie vor eine Geldmaschine, auch wenn vor allem Samsung kräftig im Revier des technologischen Branchenprimus wildert.

Damit das so bleibt und Apple sich auch künftig am der Spitze behauptet, hat die Unternehmensleitung zahlreiche Maßnahmen eingeleitet. Bei der Vorlage der Quartalszahlen wurde das Aktienrückkaufprogramm um 55 auf 100 Milliarden Dollar aufgestockt. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit 391 Milliarden Dollar. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass sich der Aktienrückkauf kursstützend auswirken wird. Zudem wurde die Quartalsdividende um 15 Prozent auf 3,05 Dollar erhöht. Auf Jahressicht kommt Apple nun auf eine Dividendenrendite, die auch für Value-Investoren interessant ist.

Warten auf neue Produkte

Doch all dies ist nicht wirklich entscheidend. Es sind vor allem neue Produkte und Dienste, die heiß ersehnt werden, um auch operativ den Blick wieder nach vorne richten zu können. Doch was kommt als nächstes? Der Apple-Fernseher, die iWatch oder gar das iWallet? Letzteres könnte Apples Markteintritt in die Finanzbranche einläuten. Wallet ist das englische Wort für Geldbörse. Im März gab es von Apple in diesem Bereich eine Patentanmeldung. Das macht man nicht, wenn man nichts vorhat. Ebay ist mit Paypal bereits stark im Finanzdienstleistungssektor etabliert, Google hat sogar eine Banklizenz, warum also nicht das iWallet? Apple wäre zwar nicht das erste IT-Unternehmen, das diesen Weg geht, aber es hätte dennoch eine enorm starke Marktstellung, nicht zuletzt wegen des finanziellen Backgrounds. Umfragen von Marktforschern zufolge könnten sich 43 Prozent der Apple-Nutzer vorstellen, Bankdienstleistungen über Apple abzuwickeln. Die hohe technologische Wandlungsfähigkeit von Apple ist eine der größten Stärken. Zugleich ist der technologische Wandel auch ein Risiko, denn Modetrends können über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Fazit: Die Apple-Aktie hat seit September rund 40 Prozent an Wert eingebüßt. Angesichts der soliden Bilanz, der hohen Cash-Reserven, der aktienkurssteigernden Maßnahmen des Managements und der erwarteten zukünftigen Produkte scheint ein solcher Rückgang übertrieben.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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