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Mini-Crash oder ausgewachsener Kurssturz?

Montag, 22. April 2013 um 08:38

Von Stefan Böhm
Binnen weniger Minuten stürzte der Dax am vergangenen Mittwoch um rund 160 Punkte ab. Über die Gründe des Mini-Crashs rätselt man bis heute. Am wahrscheinlichsten erscheint mir die Erklärung, dass computerbasierte Handelssysteme die massiven Verkäufe ausgelöst haben. Doch welche Folgen haben die Ereignisse vom Mittwoch? Wird aus dem Mini-Crash womöglich noch ein Maxi-Crash?

Gemischte Quartalsbilanzen

Noch ist das nicht abzuschätzen. Die Belastungsfaktoren werden allerdings wieder verstärkt wahrgenommen. Dazu gehört die weiterköchelnde Euro-Krise ebenso wie das Wirtschaftswachstum in den USA und China, das offenbar nicht mit den Erwartungen Schritt halten kann. Zudem gab es auch einige Enttäuschungen bei den Quartalszahlen, auch wenn die Berichtssaison bislang nicht übermäßig schlecht ausfiel. Die großen Banken in den USA verdienten im ersten Quartal deutlich mehr als erwartet. Citigroup, J.P. MorganChase, Wells Fargo und auch Goldman Sachs meldeten überraschend gute Quartalsgewinne. An der Börse setzten die Bankaktien dennoch nicht zum Höhenflug an, weil die Anleger den Banken nicht zutrauen, dass der Wachstumskurs weiter durchgehalten wird. Standardtitel wie unser Musterdepotwert Coca-Cola und der Pharmakonzern Johnson & Johnson konnten ebenfalls überzeugen. Coca-Cola legte geschäftlich besonders in den Schwellenländern zu. Zugleich wurde eine Restrukturierung des Abfüllergeschäfts in den USA angekündigt. Die Aktie reagierte sehr positiv und überwand den Widerstand bei 41 US-Dollar. Dass die Chipindustrie schlecht da steht – Intel meldete schwache Zahlen – ist dagegen keine Überraschung und vor allem dem Siegeszug der Tablet-Computer zu verdanken, weniger der schwachen Weltkonjunktur.

Firmen haben sich eingerichtet

Wie auch die deutsche Wirtschaft hat sich der Großteil der US-Unternehmen durch Effizienz- und Kosteneinsparungsmaßnahmen auf ein Dasein in einer Wirtschaft mit geringen Wachstumsraten eingerichtet. Zudem sitzen viele Firmen auf einem Berg an Cash, der Sicherheit gibt und zukünftiges Wachstum sicherstellen soll. Last but not least: Die Erwartungen der Anleger sind niedrig, das begrenzt das Enttäuschungspotential. Zwar sind weitere Kursverluste bei den Aktien möglich, eine Ausweitung des Kursrückgangs zum Maxi-Crash ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Gleichwohl hat sich die Charttechnik mit dem Fall unter die Unterstützung bei 7.570 Punkten deutlich eingetrübt.

Fazit: Die Nerven vieler Anleger liegen blank. Ereignisse wie der Anschlag in Boston sorgen zudem für eine negative Stimmung. Viele Anleger sind daher verunsichert und warten erst einmal ab oder beurteilen die Quartalsberichte kritischer, als sie das normalerweise tun würden. Die Korrektur am Aktienmarkt kann daher durchaus noch weitergehen. Die Unternehmen stehen in ihrer Mehrzahl jedoch nicht schlecht da, so dass bei weiteren Kursrückgängen verstärkt Schnäppchen gemacht werden können.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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