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Nach dem Kursrutsch einsteigen?

Mittwoch, 20. Mrz 2013 um 10:13

Von Stefan Böhm
Commerzbank-Chef Martin Blessing will Deutschlands zweitgrößte Bank vom Staat unabhängig machen und das schlechte Image des Pennystocks abschütteln. So weit, so gut. Oder auch so schlecht, je nach Sichtweise. Für die Bank ist es sicher angenehm, wenn kein staatlicher Großaktionär mit Sperrminorität mehr im Unternehmen sitzt. Für die Altaktionäre ist die nun angestoßene Vorgehensweise jedoch ein sehr großes Ärgernis.

Die Lösung für die Commerzbank soll eine Kapitalerhöhung im Volumen von 2,5 Milliarden Euro sein. Fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise will die Commerzbank dann endlich wieder eine „normale“ Bank sein und auch an eine Dividende kann dann wieder gedacht werden. Die dürfte aber frühestens 2014 gezahlt werden und auch nur dann, wenn die Bank wieder ausreichend Geld verdient. Doch hinter der Kapitalerhöhung steckt auch noch eine andere Überlegung: Bislang konnte die stille Einlage des Bundes dem Eigenkapital angerechnet werden. Ab 2016 gelten jedoch die strengeren Eigenkapitalanforderungen von Basel III, die stille Einlage ist dann nicht mehr zurechenbar. Dass die Commerzbank bis dahin ihre Kapitalausstattung aufbessern muss, war also klar. Nur der Zeitpunkt der Kapitalerhöhung kam überraschend, denn die Börse wurde nicht im geringsten darauf vorbereitet. Folglich verlor die Commerzbank-Aktie seit der Ankündigung rund 25 Prozent.

Kein Pennystock mehr

Als „normale“ Bank kann man es sich außerdem nicht leisten, als Pennystock für Zocker zu fungieren. Deshalb wurde zugleich eine Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 10 zu 1 angekündigt. Der Kurs der Commerzbank muss ab dem Tag der Zusammenlegung mit 10 multipliziert werden und schon ist man das Problem des Pennystocks los. Freilich gibt es bis dahin noch den einen oder anderen Fallstrick. So dürften die neuen Aktien im Mai zu einem deutlichen Abschlag angeboten werden. Je niedriger der Kurs jedoch ist, umso mehr neue Aktien müssen platziert werden, um die angestrebten 2,5 Milliarden Euro zusammenzubekommen. Je mehr neue Aktien es gibt, umso größer ist jedoch die Gewinnverwässerung für jeden einzelnen Aktionär und das dürfte so manchen Anleger abschrecken.

Auch sollte man nicht glauben, dass die Commerzbank nach der Kapitalerhöhung im Mai zu einem späteren Zeitpunkt nicht erneut die Anleger um frisches Geld bittet. Selbst nach der Kapitalerhöhung wird die harte Kernkapitalquote unterdurchschnittlich sein. Ich könnte nun noch weitere Risiken aufzählen, doch im Wesentlichen sind diese Faktoren alle bekannt, weswegen darauf verzichtet werden soll. Doch warum könnte die Commerzbank gerade jetzt für risikobereite Anleger auch interessant sein? Nun, Commerzbank-Chef Blessing ist von einer Trendwende überzeugt, verspricht ab 2014 eine Dividende und kauft auch persönlich in größerem Maßstab Aktien. Zugegeben, es wurde in den vergangenen Jahren viel Vertrauen zerstört. Doch wenn der Pessimismus besonders groß ist, ist oft der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen, auch wenn man einen langen Atem brauchen könnte.

Fazit: Die Commerzbank will wieder eine normale Bank werden. Dafür bluten vor allem die Altaktionäre, die in den vergangenen Jahren bereits einen Großteil ihres Kapitals verloren haben. Für Neueinsteiger könnte der Zeitpunkt jedoch günstig sein – allerdings ist das Risiko aus den genannten Gründen nicht von der Hand zu weisen. Für unser Investordepot wollen wir eine längerfristig ausgelegte Position in der Commerzbank aufbauen. Die genauen Orderdetails für das von uns empfohlene Zertifikat, das eine realistische Gewinnchance von 40 Prozent verspricht, finden Sie in der aktuellen Ausgabe des DaxVestors.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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