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Dax spielt römisches Roulette

Dienstag, 26. Februar 2013 um 15:04

Von Stefan Böhm
In Italien droht ein politisches Patt. Die anfangs sehr stark in die neue Woche gestarteten Börsen gaben daher ihre Gewinne wieder ab. Der Dax fiel nach einem erfolglosen Angriff auf das Jahreshoch bei 7.872 Punkten sogar wieder unter die Marke von 7.700 Punkten zurück. Dabei sah alles anfangs so gut aus: Schon am Freitag hatte der unerwartet starke Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex dem Dax wieder Auftrieb gegeben. Das Konjunkturbarometer legte zum vierten Mal in Folge zu, am Aufschwung ist kaum zu zweifeln. Auch aus Japan gab es positive Impulse, denn mit Haruhiko Kuroda wird offenbar jemand zum Zentralbankchef ernannt, der eine extrem expansive Geldpolitik durchsetzen will. Und das Thema Fusionen begeistert weiter: Die Aktie der Deutschen Börse schoss zeitweise um 12 Prozent nach oben, weil die US-Börse CME an einer Fusion interessiert ist.

In dieser Woche scheinen jedoch vor allem die Risiken wieder einmal im Vordergrund zu stehen. Das betrifft vor allem die Folgen der Italienwahl für die Eurozone und die wieder einmal drohende Fiskalklippe in den USA. Fast vergessen wurde zuletzt, dass in den USA zum 1. März automatische Haushaltskürzungen von 85 Milliarden Dollar in Kraft treten, sollten sich Demokraten und Republikaner bis dahin nicht einigen. Die Folgen wären aber nicht unmittelbar und katastrophal, sondern würden erst nach und nach negativ spürbar. Anscheinend geht man an den Märkten aber davon aus, dass die Parteien wie bisher auch das Schlimmste verhindern. Es ist hier wie bei der Eurokrise: Bei den Anlegern tritt ein Gewöhnungseffekt ein.

Kann Ben Bernanke beruhigen?

Möglicherweise wird der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke bei seiner halbjährlich stattfindenden Stellungnahme vor dem Kongress und vor dem Senat am Dienstag und Mittwoch („Humphrey-Hawkins-Testimony“) auch dazu etwas sagen. Ratschläge an die Politik zu erteilen, ist ja auch seine Aufgabe. Die Politiker werden aber vermutlich eher von ihm wissen wollen, wie er die zukünftigen Inflationsgefahren sieht und wie die Fed die Milliarden an Anleihen wieder aus ihrer Bilanz bekommen will. Es wird also um die „Exit-Strategy“ gehen, wie schon in der vergangenen Woche, als die Märkte aus Furcht vor einem baldigen Ausstieg der Fed aus dem Anleihekaufprogramm kurzfristig einbrachen. Wir denken: Bernanke wird versuchen, Politiker und Anleger zu beruhigen und es wird ihm gelingen. Und obwohl die Konjunkturdynamik insgesamt noch zu wünschen übrig lässt, kann Bernanke mit dem Pfund wuchern, dass die die Niedrigzinsen besonders die Nachfrage am Immobilienmarkt und am Automarkt wieder angekurbelt haben. In dieser Woche werden jeden Tag US-Konjunkturdaten veröffentlicht, die den positiven Trend bestätigen können – oder eben auch nicht. Es ist jedenfalls mit Turbulenzen zu rechnen, denn auch in Europa werden zahlreiche Wirtschaftsdaten bekannt gegeben.

Fazit: Die Woche begann an den Börsen volatil und so wird es vermutlich weitergehen. Es stehen sehr viele wichtige Ereignisse an. Ob am Freitag dann unter dem Strich doch ein positives Resümee gezogen werden kann oder nicht, lässt sich noch nicht vorhersagen. Allerdings: Trotz aller Rückschläge ist die Grundstimmung am Aktienmarkt immer noch positiv. Auch charttechnisch gesehen war der zeitweilige Anstieg des Dax über den Widerstand bei 7.750 Punkten positiv.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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