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Attraktive Versicherungsaktie

Mittwoch, 6. Februar 2013 um 10:45

Von Stefan Böhm
Auch jetzt noch spürt die Finanzindustrie die Nachwehen der Eurokrise. Versicherungsgesellschaften sind aufgrund des niedrigen Zinsniveaus in besonderer Weise betroffen. Die Bonitätsherabstufungen diverser Euroländer und die Talfahrt der Aktienmärkte bis 2009 waren ebenso herausragende Probleme, mit denen Firmen wie Allianz, Axa, Münchener Rück oder Generali zu kämpfen hatten. So ist es kein Wunder, dass Versicherungsaktien bis heute an der Börse mit Skepsis gesehen werden.

Auch die Analystenzunft ist sich nicht einig, was die Bewertung der Branche und einzelner Aktien angeht. So wurde die Aktie des französischen Versicherungsriesen Axa beispielsweise von Goldman Sachs vor einigen Tagen auf die Conviction Buy List gesetzt, also die Liste mit Aktien, die das Bankhaus besonders positiv sieht. Auch die Deutsche Bank und Exane BNP haben sich jüngst positiv zu Axa geäußert. Im Gegensatz dazu stufen die Barclays-Analysten die Aktie nur mit „untergewichten“ ein. Gründe lassen sich sowohl für ein positive als auch für eine eher skeptische Beurteilung finden. Auch bei den Anlegern traut man den Versicherungsaktien offenbar nur wenig zu. Die niedrigen Bewertungen trotz hoher Dividendenversprechungen zeigen ein gehöriges Maß an Misstrauen – und das ist womöglich zu groß.

Furcht vor Eurokrise

Der größte Hemmschuh ist sicherlich die Angst vor einer Rückkehr der Eurokrise. Am Montag starteten die Börsen mit kräftigen Kursverlusten in die Woche und auch die Rentenmärkte zuckten, weil die politischen Entwicklungen in Spanien und Italien die Furcht vor einer neuen Eskalation der Krise weckten. In Spanien steckt Ministerpräsident Rajoy in einem Korruptionsskandal und in Italien geht das Schreckgespenst Berlusconi um. Doch man muss die Kirche im Dorf lassen. Rajoy hat eine stabile Mehrheit und kann noch drei Jahre regieren. Berlusconis Partei liegt in jüngsten Umfragen weit unter ihrem Ergebnis von 2008, auch wenn sie zuletzt etwas aufgeholt hat. Eine neue Regierung Berlusconi ist jedoch ziemlich unwahrscheinlich, auch weil ihm der geeignete Koalitionspartner fehlt. Dennoch werden die milliardenschweren Wahlversprechen des Cavaliere an den Märkten gehört.

Und das nicht ohne Grund. Sollten die Anleiherisiken Italiens und Spaniens wieder steigen, steigen auch wieder die Risiken für die Bilanzen der Finanzindustrie. Was das bedeutet, konnte man bei der Bilanzvorlage der Axa für das Geschäftsjahr 2011 sehen, als sehr hohe Wertberichtigungen vorgenommen werden mussten – unter anderem durch Abschreibungen bei griechischen Staatsanleihen, aber auch durch Restrukturierungsmaßnahmen. Immerhin sollten damit bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2012, die noch im Februar erfolgen dürfte, keine neuen Leichen im Keller auftauchen. Außerdem sollte auch der Lebensversicherungsbereich, dessen Dynamik 2011 deutlich nachgelassen hat, wieder etwas an Fahrt aufgenommen haben. Immerhin – und da sind sich die Analysten im Schnitt einig – gibt es bei Axa in den nächsten Jahren wieder einen steigenden Gewinntrend. Auch bei der Dividende sind die Prognosen positiv. Dies sollte den Aktienkurs stützen.

Fazit: Versicherungsaktien, wie beispielsweise Axa, sind attraktiv bewertet. Aufgrund der Eurokrise gibt es immer noch einen Bewertungsabschlag, dessen Höhe aber nicht mehr gerechtfertigt erscheint. Besonders Bonuszertifikate auf den Wert weisen ein gutes Chance-Risiko-Profil auf.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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