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Wer nicht kommt zur rechten Zeit

Dienstag, 5. Februar 2013 um 08:45

Von Marc Nitzsche
Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss nehmen, was übrig bleibt! An diese Volksweisheit fühlte ich mich zwangsläufig erinnert, als ich das erste Mal in den Medien vom Besuch unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel in Chile hörte. Denn während die USA und in den vergangenen Jahren auch China nichts unversucht ließen, sich den Zugang zu Rohstoff-Vorkommen aller Art in Südamerika sowie auf dem schwarzen Kontinent und Asien zu sichern, scheint man im Land der Dichter und Denker erst mit Verspätung erkannt zu machen, wie wichtig eine genügende Versorgung mit den Schätzen von Mutter Natur für eine Industrie-Nation ist.

Chile als Lieferant „eingetütet“

Umso erfreulicher ist es da natürlich, dass die Visite schlussendlich zur Unterzeichnug eines Rohstoff-Abkommens zwischen Deutschland und dem südamerikanischen Staat führte. Künftig will man die enormen Rohstoff-Vorkommen Chiles gemeinsam erschließen und fördern. Dabei soll auch der Umweltschutz-Gedanke nicht zu kurz kommen, wobei dies unter ökonomischen Aspekten sicherlich sekundär ist. Auf der anderen Seite muss festgestellt werden, dass die Vereinbarung sehr viel beschränkter ist als die vor etwa zwei Jahren geschlossenen Kooperationen mit Kasachstan und der Mongolei. Dafür ist Chile aber auch ein gänzlich anderes Kaliber als die beiden asiatischen Länder.

Denn in dem Küstenland befinden sich etwa 36 Prozent der weltweit bekannten Kupfer-Vorkommen, so dass es kein Wunder ist, dass nirgendwo auf der Welt mehr des roten Metalls gefördert wird als in Chile. Auch wenn es in punkto Versorgung primär um Kupfer gehen mag, ist dies bei weitem nicht der einzige Rohstoff, der für Deutschland interessant ist. Chile verfügt daneben auch über beträchtliche Mengen an Silber sowie Lithium. Und auch Gold sowie andere Industrie-Metalle sind in einem gewissen Umfang vorhanden. Abgesehen davon existieren in Chile gewaltige Salz-Lagerstätten, aus denen sich bislang unter anderem K+S bedient. Insgesamt ist das Abkommen überaus begrüßenswert. Immerhin scheint der Kampf um die wichtigsten Rohstoff-Vorkommen längst begonnen zu haben. Und für Deutschland kann es bestimmt kein Fehler sein zu versuchen, sich von diesem „Kuchen“ noch ein möglichst großes Stück zu guten Konditionen abzuschneiden.

Marc Nitzsche ist Herausgeber des Rohstoff-Trader.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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