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Prognosen versus Realität

Donnerstag, 24. Januar 2013 um 08:58

Von Thomas Grüner
Der Marktkonsens liegt nie richtig. Der „Realitäts-Check“ für das vergangene Jahr – welcher detailliert in unserer Kapitalmarktprognose analysiert wird – zeigt die deutliche Diskrepanz zwischen erwarteter und tatsächlicher Entwicklung. Mehrheitlich waren die Prognosen für die Aktienmärkte viel zu verhalten – das schwierige Jahr 2011 hat seine Spuren hinterlassen. Ein deutlicher Anstieg wurde dagegen bei den Zinsen deutscher Staatsanleihen erwartet. Eingetreten ist – erneut – das absolute Gegenteil: Die Zinsen haben im Jahr 2012 zwischenzeitlich historische Rekordtiefs erreicht. Ein Lichtblick: Die Prognose für den Goldpreis. Hier lagen die Privatanleger mit ihren Schätzungen „goldrichtig“, während die Banken ihre Erwartungshaltung mal wieder zu hoch angesetzt haben. Bei der Entwicklung des Ölpreises und des Währungspaars Euro/Dollar lagen Prognose und Realität nicht weit voneinander entfernt.

2013: Neue Bestmarken im Visier

In der vergangenen Woche habe ich die positive Grundstimmung bezüglich der Dax-Prognosen für das Jahr 2013 beschrieben: Privatanleger und Banken erwarten einen prozentualen Zuwachs von 6,28 beziehungsweise 6,62 Prozent. Auch im Hinblick auf weitere globale Aktienindizes bestätigt sich der „vorsichtige“ Optimismus und die Tatsache, dass die Erwartungen der Privatanleger und Banken im Gleichklang sind. Der Marktkonsens für die Aktienindizes S&P 500 und den EuroStoxx 50 prognostiziert auch hier einen moderaten Zuwachs im Bereich von 6 bis 9 Prozent. Ähnlich zum Vorjahr wird auch für das laufende Jahr 2013 erneut ein signifikanter Anstieg der Zinsen deutscher Staatsanleihen prognostiziert, wobei die Erwartungen der Banken deutlich offensiver sind. Beim Goldpreis vertrauen die Privatanleger auf einen moderaten Anstieg – nach dem volatilen und eher enttäuschenden Jahr 2012 scheint Ernüchterung einzukehren. Ganz anders die Banken: Hier werden die Ziele für den Goldpreis relativ hoch gesteckt. Erneut unspektakulär sind die Prognosen bezüglich dem Ölpreis und der Euro/Dollar-Entwicklung.

Fazit: Für die globalen Aktienindizes ist einheitlich vorsichtiger Optimismus zu beobachten. Der übliche Zinsanstieg wird erwartet. Beim Goldpreis weichen die Erwartungen von Banken und Privatanlegern ab. Soweit die Prognosen – Zeit für Überraschungen!

Weitere umfangreiche Auswertungen und überraschende Ergebnisse sind in der – in Kürze erscheinenden – Kapitalmarktprognose für 2013 erhältlich. Sie können die Prognose bereits ab jetzt kostenlos unter www.gruener-fisher.de anfordern.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per eMail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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