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Revolution am Ölmarkt

Montag, 17. Dezember 2012 um 08:21

Von Marc Nitzsche
Wissen Sie eigentlich, was man unter „Fracking“ versteht? Nein? trösten Sie sich, ich kenne den Begriff auch erst seit einigen Monaten. Gemeint ist damit ein Verfahren, bei dem bestimmte Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten eingebracht werden, die dafür sorgen, dass sich Öl- und Gas lösen. Oft wird dieses Verfahren auch als Förderung aus unkonventionellen Vorkommen bezeichnet, weil es keiner klassischen Öl- oder Gasfelder bedarf, sondern Fracking in nahezu alle Regionen (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) betrieben werden kann.

USA bald Selbstversorger?

Vorreiter bei dieser neuen Art der Förderung sind – wie könnte es auch anders sein – die USA. Laut der Internationalen Energie-Agentur könnte das Land bis 2017 zum weltgrößten Öl-Produzenten aufsteigen. Ab 2030 dürfte das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sogar zum Netto-Energie-Exporteur werden, bevor man ab 2035 die eigene Energie-Versorgung vollständig alleine stemmen kann.

Zugegeben: Diese Zielvorgabe klingt recht ambitioniert, aber keineswegs unrealistisch. Bedenkt man, dass die Ölförderung in Texas und North Dakota auf Grund der überdurchschnittlichen ölhaltigen Schieferformationen mittlerweile auf das Fünffache des langjährigen Durchschnitts gestiegen ist. Macherorts treibt der neue Öl-Boom bereits erstaunliche Blüten: So kosten Schlafplätze in Containern in Gegenden, in denen die Fracking-Produktion auf Hochtouren läuft, teilweise schon mehr als 1.000 US-Dollar pro Woche und auch die sonstigen Lebenshaltungskosten in derartigen Orten spotten jeder Beschreibung.

Auf den ersten Blick hat es mithin den Anschein, als hätte die Menschheit in Sachen Rohöl nunmehr den Stein der Weisen gefunden. Ganz so einfach ist es jedoch nicht: Diverse Umweltschutzverbände begehren bereits auf und warnen vor unvorhersehbaren Folgen für die Umwelt. Wirklich viel Gehör finden diese Stimmen im ölverliebten Amerika allerdings nicht. und bislang gibt es auch noch keine handfesten Beweise für Umweltschäden. Insgesamt ist das Fracking-Verfahren auf jeden Fall eine Art der Förderung, die Zukunft haben könnte, wenn sich die Umweltbelastungen in Grenzen halten. Denn auf Sicht von mehreren Jahren sollte die Rohöl-Gewinnung aus Schiefergestein für sinkende Energiepreise sorgen.


Marc Nitzsche ist Herausgeber des Rohstoff-Trader.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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