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Auf die Jahresendrallye eingestimmt

Dienstag, 11. Dezember 2012 um 08:19

Von Stephan Feuerstein
Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen und stellt für die Einzelhändler immer einen wichtigen Abschnitt dar. Denn in den letzten Wochen vor Weihnachten wird ein beachtlicher Teil des Jahresumsatzes erzielt. Auch an der Börse ist diese Zeit in der Regel von steigenden Notierungen begleitet – bislang auch in diesem Jahr. Allerdings ist der Dax seit Mitte November nun um rund 600 Punkte emporgeklettert, so dass man sich durchaus die Frage stellen darf, wie lange dies noch ohne nennenswerte Konsolidierung in dieser Form weiterläuft.

Positive, aber verhaltene Einstellung

Eine alte Börsenweisheit besagt, dass bereits alle investiert sind, wenn alle von steigenden Kursen ausgehen. Damit ist das so genannte „Sentiment“ immer ein antizyklischer Indikator. Ein hohes Maß an Optimismus ist daher ein Warnzeichen nach bereits gestiegenen Kursen, ein extremer Pessimismus ebenso ein erstes Signal für eine Trendwende nach oben. Aktuell hat der Dax seit Mitte November eine relativ geradlinige Rallye präsentiert und damit ist auch der Optimismus nach oben geklettert. Allerdings sind die Anleger bislang noch nicht euphorisch! Wenngleich die eine oder andere Gazette die übliche Jahresendrallye ausruft, erkennt man in Einzelgesprächen mit Anlegern durchaus eine gewisse Skepis. Genau dies könnte aber ein Grund sein, warum die Kurse auch in diesem Jahr noch etwas weiterklettern könnten. Aber Vorsicht: Nach jedem Anstieg kommt auch ein Rücksetzer, die Bäume an der Börse sind bislang noch nie endlos in den Himmel gewachsen. Da die Rallye bereits einige Punkte verbucht hat, steigt damit auch die Gefahr eines Rücksetzers. Wenn dieser noch auf sich warten lässt, könnte sich dieser dafür dann umso üppiger bemerkbar machen.

Fiskalklippe

Ein Punkt, der momentan in den Köpfen vieler Anleger ein Hemmnis darstellt, ist die so genannte „Fiskalklippe“. Wie wir aber bereits erwähnt haben, dürften die Streitparteien in den USA sicherlich eine Einigung erzielen und damit erneut weiteres Geld ausgeben. Damit sollte die ohnehin liquiditätsgetriebene Bewegung nach oben weitere Impulse erhalten, weshalb wir unter Abwägung aller Einflussfaktoren eine Fortsetzung der aktuell freundlichen Tendenz vorerst durchaus für möglich halten – auch über den Jahreswechsel hinweg. Abhängig davon, wie lange und wie steil dieser Trend anhält, ist dann aber auch mit einer Konsolidierung oder gar mit einer korrigierenden Bewegung zu rechnen. Bis dahin gilt aber unverändert: „the trend is your friend“.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes "Hebelzertifikate-Trader". Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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