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Société Générale vor besseren Zeiten?

Mittwoch, 5. Dezember 2012 um 08:25

Von Stefan Böhm
Französische Großbanken gelten in Zeiten der Eurokrise als unsichere Kantonisten. Zu stark sind die Verbindungen in die südeuropäischen Krisenländer und dementsprechend kaum kalkulierbar die Ausfallrisiken. Mit dem Fortschreiten der Krisenhilfe werden Aktien wie die der Société Générale für risikobewusste Anleger jedoch wieder interessant, denn der Risikoabschlag aufgrund der politischen Verunsicherung sinkt. Freilich heißt das nicht, dass das Risiko klein ist.

Auch wenn es positive Signale in Sachen Krisenbewältigung gibt, so haben sich die Ereignisse der vergangenen Jahre tief in die Bilanzen eingegraben. Im Vergleich zu den Jahren bis 2007 hat sich der Gewinn der französischen Großbank stark reduziert. Gleichzeitig spürten auch die Aktionäre den Ernst der Lage. Die Dividende sank spürbar und fiel für das Geschäftsjahr 2011 gleich völlig aus. Damit soll es für das Geschäftsjahr 2012 zwar vorbei sein, dennoch zeigten die im November vorgelegten Zahlen für das dritte Geschäftsquartal, dass noch ein weiter Weg vor der Société Générale liegt. Der Überschuss betrug nur noch magere 85 Millionen Euro – ein Minus von 86 Prozent. Eine der Ursachen hierfür war der Verkauf der griechischen Tochter Geniki, der das Ergebnis mit 130 Millionen Euro belastete. Außerdem wurden die eigenen Schulden neu bewertet und die Bilanz so mit weiteren 389 Millionen Euro belastet. Das operative Geschäft lief dagegen sogar besser als erwartet, insbesondere das Investment Banking.

Banken sind politische Aktien

Trotz des Gewinneinbruchs sieht sich die Société Générale auf einem guten Weg, die „komplexen Herausforderungen“, die der Markt 2013 für die Bankenbranche bereit hält, zu meistern, nicht zuletzt durch den Konzernumbau, der durch den Verkauf der Belrosbank in Weißrussland in der vergangenen Woche weiter vorangetrieben wurde. Die Ergebnisse des Transformationsprozesses kommen allmählich zum Tragen. Auch die Kapitalausstattung wurde verbessert, die Bilanz gestärkt und Kosten gesenkt. Letztlich ist eine Investition in eine europäische Bankenaktie derzeit aber auch eine Wette auf das Geschick der europäischen Bankenregulierer und Politiker. Die europäische Bankenunion würde sich wohl positiv auswirken, weil das stabile und risikoärmere Umfeld für Banken weiter Bestand hätte. Viele Banken haben sich bereits jetzt mit deutlich verbesserten Eigenkapitalausstattungen auf strengere Regeln eingestellt. Die bisherigen Fortschritte bei der Société Générale lassen darauf schließen, dass die Bank Basel III Ende 2013 erfüllen wird. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass der Konzernumbau auf gutem Wege ist.

Fazit: Die Société Générale hat konsequent aufgeräumt, Risiken reduziert und die Bilanz verbessert. Der Risikoabschlag der Bankaktie dürfte daher weiter sinken. Charttechnisch sind mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 25 Euro bereits positive Zeichen sichtbar.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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