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Metro-Aktie vor Comeback?

Dienstag, 27. November 2012 um 13:14

Von Stefan Böhm
Um die Metro-Aktie ist es ruhiger geworden, seit das Papier aus dem Dax abgestiegen ist und nicht mehr in der vordersten Linie der Finanzberichterstattung steht. Auch im DaxVestor hatten wir seit dem erfolgreichen Verkauf unseres Metro-Bonuszertifikates im Mai die Handels-Aktie nicht mehr berücksichtigt. Dies lag jedoch hauptsächlich daran, weil uns das Chance/Risiko-Verhältnis zu schlecht war. Zu viele Großbaustellen und ungelöste Probleme lasteten auf dem Aktienkurs.

Um es gleich vorweg zu sagen – auch jetzt gibt es noch jede Menge Arbeit für das Führungsteam um Vorstandschef Olaf Koch zu erledigen. Zumindest in Sachen Verkauf des Auslandsgeschäfts der Real-Märkte scheint man jetzt voranzukommen. So soll die französische Supermarktkette Auchan das gesamte Real-Auslandsgeschäft mit Ausnahme der Türkei übernehmen. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, berichtete die Nachrichtenagentur dpa-AFX. Im Gespräch ist ein Preis von 900 Millionen Euro, den Metro erlösen könnte. Abgesehen davon, dass der fast auf Ramschniveau herabgestufte Handelskonzern das Geld gut gebrauchen könnte, wäre der Verkauf ein weiteres Signal für die strategische Weiterentwicklung weg vom Bauchladen, der alles im Angebot hat, hin zu einem großhandelsorientierten Konzern, der international in Wachstumsmärkten wie China mitmischt. Damit dies gelingen kann, muss man sich von Verlustbringern trennen.

Wachstum in China

In China will die Metro zunächst mit Media-Saturn wachsen. Bis heute ist jedoch noch gar nicht sicher, ob Metro wegen der unendlichen gerichtlichen und außergerichtlichen Streitereien mit Media Markt-Gründer Erich Kellerhals die Expansion von Media-Saturn wie geplant vorantreibt. Ein Hoffnungssignal kam jetzt unerwartet mit der Vertragsverlängerung von Media-Saturn-Chef Horst Norberg bis 2015, die Kellermann überraschend nicht mehr opponierte. Bis Jahresende läuft die Testphase mit sieben Media Märkten in Shanghai. Ob man danach wirklich in die Vollen geht, bleibt abzuwarten.

Zumindest eine Beruhigungspille für die in den vergangenen Jahren an wenig Freude gewöhnten Metro-Aktionäre konnte Olaf Koch bereits aus dem Hut zaubern. Die Dividende soll trotz schwieriger Geschäftslage, hoher Verschuldung und sinkender Gewinne weiterhin hoch bleiben. Zwar sei das Ergebnis durch Sondereffekte erheblich belastet, der Cashflow habe sich aber deutlich verbessert, sagte Koch zur Begründung. Im vergangenen Jahr gab es eine Ausschüttung von 1,35 Euro je Aktie und auch für das Geschäftsjahr 2012 sei mit einer Ausschüttung in dieser Größenordnung zu rechnen. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses entspricht dies einer Dividendenrendite von fast 6 Prozent!

Fazit: Metro ist eine Turnaround-Story, die durch ein gutes Weihnachtsgeschäft kurzfristig noch einmal an Fahrt gewinnen könnte. Auch dass in der jüngsten Ifo-Umfrage die Erwartungen im Einzelhandel am stärksten gestiegen sind, ist ein Indiz dafür, dass es wieder aufwärts geht. Charttechnisch befindet sich die Metro-Aktie seit Juli dieses Jahres in einer Bodenbildungsphase. Seitdem hat sich bei 20 Euro eine massive Unterstützung ausgebildet. Der langfristige Abwärtstrend, der Ende 2010 bei rund 58 Euro einsetzte, ist allerdings noch intakt.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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