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Dax zeigt seine ganze Stärke

Montag, 26. November 2012 um 08:15

Von Stefan Böhm
Erstaunlich schnell hat sich der Dax wieder von seinem Durchhänger erholt. Der Test der 7.000-Punkte-Marke kann als erfolgreich abgeschlossen verbucht werden. Selbst die Hängepartie um die Griechenland-Rettung trübte die Stimmung nicht. Doch in Sicherheit wähnen darf man sich trotzdem nicht. Aufgrund der Feiertage in den USA und Japan waren die Umsätze an den Aktienmärkten gering und niemand wollte sich zu weit aus dem Fenster lehnen.

Dass die EU-Finanzminister sich noch nicht auf das nächste Griechen-Rettungspaket einigen konnten, wurde an der Börse nicht bestraft. Inzwischen gilt es als Konsens, dass der politische Wille zur Rettung Griechenlands nicht mehr in Frage gestellt wird. Einer der Hauptstreitpunkte zwischen Eurogruppe und IWF ist noch der Zeitrahmen. Die Euro-Länder wollen Griechenland unter anderem zwei Jahre mehr Zeit für den Schuldenabbau gewähren. Nun soll am heutigen Montag eine Einigung erzielt werden.

Hoffnungssignale aus China

Am Freitag überraschte der Ifo-Geschäftsklimaindex mit einem Anstieg. Das gab speziell dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb. Aber auch aus China kamen erneut positive Konjunktursignale. Der HSBC Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe übertraf im November mit einem Anstieg auf 50,4 Punkte nicht nur die Prognosen der Analysten, sondern erreichte erstmals seit 13 Monaten wieder den Expansionsbereich. Chinas Wirtschaft kommt wieder in Fahrt und das spüren inzwischen auch mittlere und kleinere Unternehmen, die in den Stimmungsumfragen befragt werden. Wir bleiben daher zuversichtlich auch für unsere Musterdepotpositionen auf chinesische Basiswerte. Eine positive Konjunkturüberraschung im vierten Quartal liegt nun im Bereich des Möglichen. Nichts substanziell Neues gab es aus den USA, wo die Verhandlungen zwischen Präsident Obama und den US-Republikanern zur Umschiffung der Fiskalklippe so allmählich in die heiße Phase treten. Viel Zeit bleibt den Akteuren nicht mehr, dennoch rechnen immer mehr Beobachter damit, dass ein Kompromiss gefunden wird, der den Absturz der US-Wirtschaft verhindert.

Fazit: Die Charttechnik beim Dax hat sich wieder entspannt. Griechenland ist nicht mehr  das große Thema, da alle von einer Rettung ausgehen und auch vor der Fiskalklippe haben immer weniger Anleger Angst. Nun auch noch gute Nachrichten aus China – eine Rückkehr des Dax zur 7.400-Punkte-Marke ist da kein Hirngespinst mehr. Freilich sind die Risiken nicht völlig verschwunden, sie spielen in der Wahrnehmung nur nicht mehr die starke Rolle, wie noch in der Vorwoche. Kurzfristig dürfte es daher weiter aufwärts gehen.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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