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Kursexplosion dank Umstrukturierung

Mittwoch, 7. November 2012 um 13:33

Von Stefan Böhm
Die Finanzindustrie gilt als Auslöser der Krise, die wir nun seit Jahren erleben. Die „Gierbanker“ sind ein guter Sündenbock und so erfreuen sich Banken und auch Bankaktien nicht gerade hoher Beliebtheit. Natürlich ist die Branche nicht unschuldig an dieser Entwicklung, aber zumindest der Vorwurf, dass die Banken heute so weitermachen würden wie vor der Krise, trifft pauschal nicht zu. Viele Banken haben sich von risikoreichen Geschäftsbereichen getrennt oder das Investmentbanking reduziert.

Auch die Schweizer Großbank UBS richtet sich neu aus und will ein stabileres Geschäftsmodell mit einer geringeren Kapitalintensität etablieren. Ende Oktober wurden die Pläne zum Umbau präsentiert. Beim Investmentbanking sollen mehrere tausend Arbeitsplätze eingespart werden, zugleich wird dieser Geschäftsbereich aufgespalten. Der Handel mit Anleihen und anderen Zinsprodukten auf eigene Rechnung soll sogar komplett eingestellt werden. Bis 2015 sollen 10.000 von 54.000 Mitarbeitern gehen. Die Bilanzrisiken sollen dadurch um rund 70 Milliarden Schweizer Franken sinken. Damit wird deutlich: Die UBS macht Ernst und sucht einen wirklichen Neuanfang, der über alles hinausgeht, was man bisher von den anderen Großbanken kennt. Dank der erhöhten Anstrengungen sollen die Einsparungen von 3,4 auf 5,4 Milliarden Franken jährlich ansteigen. Das Renditeziel von 15 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital bleibt bestehen. Auch bei der Erfüllung der strengeren Eigenkapitalvorschriften (Basel III) ist die UBS auf einem guten Weg. Zuletzt wurde eine Kernkapitalquote von 9,3 Prozent ausgewiesen.

Die Kapitalkosten der UBS dürften im Zuge der Neuausrichtung deutlich sinken. Auch die Gewinnausschüttungsrate könnte weiter erhöht werden. Diese Aussichten rechtfertigen zusammen mit der neuen Ausrichtung des Bankkonzerns eine höhere Bewertung der UBS-Aktie, die derzeit mit einem KGV 2013e von 10,1 und einem Kurs/Buchwert von 0,8 gehandelt wird. Auch aus charttechnischer Sicht sieht die UBS-Aktie inzwischen wieder vielversprechend aus. Durch den Ausbruch über den Widerstand bei 13,50 Franken wurde eine Seitwärtsphase beendet, die mehr als ein Jahr dauerte. Bei einer Bestätigung des Ausbruchs besteht Kurspotential bis zum Widerstand bei 18 Franken.

Fazit: Die UBS erfindet sich neu und das ist keine leere Worthülse. Die hierdurch freigesetzten Kräfte sollten die Aktie deutlich weiter nach oben befördern. Risikofrei ist ein Investment in Aktien und speziell in Bankaktien freilich nicht zu haben.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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