12.12.2019 - 04:14 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter & Facebook

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

 

Die Euphorie ist erst einmal weg

Montag, 1. Oktober 2012 um 08:03

Von Stefan Böhm
Das Pendel zwischen Hoffen und Bangen an den Börsen schlug in den vergangenen Tagen wieder zur negativen Seite aus. Dafür ist auch Spanien verantwortlich. Ministerpräsident Rajoy will keine Auflagen von außen im Gegenzug für ESM-Kredite akzeptieren – und er setzt wohl darauf, dass auch Italien stärker in Schwierigkeiten kommt. Ein gemeinsames Hilfegesuch mit Italien würde seine Verhandlungsposition stärken. Dieses gefährliche Spiel verunsichert die Märkte.

Allerdings drückten auch negative Konjunkturmeldungen und skeptische Äußerungen von Verantwortlichen aus der Automobilbranche anlässlich des Pariser Autosalons auf die Stimmung. Autoaktien zählten daher zuletzt zu den größten Verlierern. So warnte beispielsweise der VW-Vertriebsvorstand vor negativen Überraschungen, der Golf VII verkauft sich wohl nicht so gut. Porsche rechnet ebenfalls mit geringerem Wachstum. Die VW-Aktie gab daher kräftig nach und könnte erneut die Unterstützung bei 133 Euro testen. Bei 130 Euro verläuft auch der langfristige Aufwärtstrend. Mittelfristig bleibt VW aber wegen der niedrigen Bewertung attraktiv.

Wieder einmal Hoffen auf China

Dem im Oktober aus dem Amt scheidenden Regierungschef Wen Jiabao wird vor dem Hintergrund der Wachstumsschwäche in China gelegentlich Passivität vorgeworfen. Es wurden zwar Maßnahmen zur Konjunkturstärkung eingeleitet, doch die waren eher moderat. Dafür ist das monetäre Umfeld stabil wie lange nicht. Das könnte aber politische Strategie sein, denn für den Zusammenhalt des chinesischen Riesenreiches ist es entscheidend, dass die Bevölkerung an die Stärke ihrer Regierung glaubt – so sieht das zumindest Peking. Gut möglich, dass es der neuen Führungsriege – nicht nur Premierminister Wen Jiabao tritt nach zehn Jahren im Amt ab – ermöglicht werden soll, schnell Stärke zu demonstrieren. Sollte es dann zu einem Wirtschaftsaufschwung kommen, könnte das die neue Regierung auf ihre Fahnen schreiben.

Am vergangenen Donnerstag gab es Spekulationen, Peking würde schon in den nächsten Tagen Maßnahmen zur Unterstützung von Konjunktur und Aktienmarkt beschließen. Das gab nicht nur dem Aktienmarkt in China, sondern den Börsen weltweit Auftrieb. Die Konjunkturdaten bremsten dagegen eher. In den USA gab es neben ein paar positiven Überraschungen auch einige Enttäuschungen. So lagen die Zahlen vom Immobilienmarkt unter den Erwartungen und die allerdings sehr volatilen Auftragseingänge bei den langlebigen Gütern brachen kräftig ein.

Fazit: Der Dax ist unter die Unterstützung bei 7.300 Punkten zurückgefallen, allerdings hat sich die Abwärtsdynamik dadurch nicht verstärkt. Es kommt nun zu einem weiteren Abwärtsdriften bis zum Ausbruchsniveau bei 7.200 Punkten. Sollte diese Marke halten, wäre das ein positives Signal – der Aufwärtstrend verläuft allerdings erst bei 7.000 Punkten.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2018 by instock.de | Mediadaten | Impressum | Datenschutz