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Industriemetall am Wendepunkt?

Mittwoch, 26. September 2012 um 10:14

Von Stefan Böhm
Industriemetalle haben seit dem Ausbruch der Finanzkrise starke Kursschwankungen vollzogen. Die Achterbahnfahrt war und ist durch konjunkturelle Faktoren ebenso bestimmt wie durch die Förder- und Produktionssituation im Bergbausektor sowie durch das monetäre Umfeld an den Märkten. Letzteres hat sich durch die jüngsten expansiven Maßnahmen der großen Notenbanken weiter verbessert.

Das dritte Programm der quantitativen Lockerung (QE3) durch die US-Notenbank Fed wird die Rohstoffpreise, insbesondere bei den Metallen, in den kommenden Monaten stark nach oben treiben. Diese These ist die Quintessenz einer neuen Goldman Sachs-Studie zum Rohstoffmarkt. Allerdings muss man diese Prognose im Gesamtzusammenhang sehen. So ist beispielsweise der Nickelpreis seit seinem Hoch im Februar 2011 um rund 38 Prozent gefallen – im zyklischen Tief vom August diesen Jahres hatte sich das Minus sogar auf rund 48 Prozent ausgeweitet. Von neuen Rekorden ist man also meilenweit entfernt. Auch andere Metalle wie Aluminium und Kupfer weisen ähnliche Chartformationen auf. Dass die Preise so stark gefallen waren, ist der schwächelnden Weltkonjunktur zu verdanken. Nickel wird vor allem in der Stahlindustrie zur Herstellung rostfreien Stahls benötigt. Die Konjunkturdelle in China und die schwache US-Wirtschaft haben den Stahlverbrauch signifikant nach unten gedrückt – von der Situation in der EU ganz zu schweigen. Dementsprechend geringer wurde Nickel nachgefragt mit den bekannten Folgen für den Weltmarktpreis. Auf der Angebotsseite haben wir es mit einer Mischung aus einem steigenden Kostendruck bei der Produktion und hohen Kapitalkosten für die Finanzierung der oftmals gigantischen Bergbauprojekte zu tun.

Hoher Preisdruck im Bergbausektor

So hat sich der Preis für die Produktion einer metrischen Tonne Kupfer in den vergangenen zehn Jahren von 3.500 auf rund 6.000 US-Dollar fast verdoppelt, für Nickel gilt der gleiche Zusammenhang. Grund ist die Geologie: Da der Erzgehalt des geförderten Gesteins immer geringer wird, braucht man mehr Material, um die gleiche Menge an Kupfer, Nickel oder anderen Metallen zu produzieren. Das geht nur mit höherem Kapitaleinsatz und die Margen der Produzenten sinken. Über kurz oder lang finden die höheren Produktionskosten dann durch Preiserhöhungen und ein geringeres Angebot Eingang in den Metallhandel – die Preise steigen.

Nickel hat seit seinem zyklischen Hoch im Februar 2011 fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Noch extremer ging es jedoch nach dem Allzeithoch von 2007 bergab, als die Lehman-Pleite die Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr 2008 ins Wanken brachte. Der Nickelpreis stürzte von 54.000 auf 8.800 Dollar. Dementsprechend groß ist das Erholungspotential, das der Bruch des im Februar 2011 begonnenen Abwärtstrends signalisiert. Aus Sicht der Charttechnik besteht mittelfristiges Potenzial bis 22.000 Dollar, das entspricht einem Plus von rund 20 Prozent.

Fazit: Das Marktumfeld spricht derzeit für einen Einstieg bei den Industriemetallen. Die Notenbankliquidität sowie die Aussicht auf eine Konjunkturwende zum Besseren in China, den USA und auch Europa sollten den Metallpreisen in den nächsten Monaten Auftrieb verleihen. Ein gewisses Konjunkturrisiko ist freilich nicht wegzudiskutieren und auch ein Wiederaufflammen der Eurokrise wäre negativ.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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